So gemein können Frauen sein

Eine Blondine im offenen Wagen wird in einer 30er Zone mit 65 km/h gemessen und angehalten. Ein Polizist tritt heran: "Bitte Ihren Fürherschein." Darauf sie: "Ich hab keinen." "Ach, sie haben keinen Führerschein?" "Nein, den hat man mir weggenommen, als ich unter Alkohol gefahren bin." "So, so. Dann bitte die Fahrzeugpapiere." "Ich hab keine, das Auto habe ich gestohlen." Der Polizist etwas zynisch: "Schauen Sie doch mal ins Handschuhfach, vielleicht sind sie dort." "Nein, da sind keine. Ich hatte schon nachgesehen, als ich meine Pistole reingelegt hatte." "Eine Pistole im Handschuhfach? Das ist ja enorm." "Ja, ich habe sie da hineingelegt, als ich den Fußgänger erschossen hatte. Der liegt im Kofferraum." Dem Polizisten wird jetzt mulmig. Er ruft über Funk Verstärkung. Ein Vorgesetzter rollt heran, hinter ihm zwei Kollegen mit gezogener Waffe. Der Vorgesetzte zur Blondine: "Sie haben also keinen Führerschein?" "Wieso denn, hier bitte." Der Führerschein ist in Ordnung. Die Fahrzeugpapiere sind auch dabei, alles in Ordnung. "Und die Pistole in Ihrem Handschuhfach?" "Welche Pistole?" Sie öffnet das Handschuhfach - keine Pistole. "Öffnen Sie doch bitte den Kofferraum." "Aber bitte, sehr gern." Der Kofferraum ist leer. Sagt der Vorgesetzte: "Etwas verstehe ich nicht. Mein Kollege sagte mir, Sie hätten eine Pistole im Handschuhfach und eine Leiche im Kofferraum." "Na prima! Und sicher hat er auch noch behauptet, ich wäre zu schnell gefahren."

Gebet für den Chef

Lieber Gott, ich bitte dich,

gib mir die Weisheit, meinen Chef zu begreifen,
gib mir die Nachsicht, ihm zu verzeihen,
und gib mir die Geduld, ihn zu ertragen.

Aber, lieber Gott, gib mir keine Kraft.
Denn wenn du mir Kraft gibst, haue ich ihm ein rein.

Die Freund-Feind-Frage

Im grimmigen kalten Frost des harten Winters irrt eine kleine Maus über den Bauernhof. Durch die Kälte war sie sehr geschwächt, und fast wäre sie erfroren. Da kam in letzter Minute der Bauer mit einem Ochsengespann. Als er über sie hinweggelaufen war, begrub sie der Ochse unter einem riesigen Fladen. Auf diese Weise gut gewärmt kam die Maus wieder zu Kräften. Nach einiger Zeit hob sie den Kopf aus dem Fladen und schaute sich um. Da kam eine Katze gelaufen und holte sich die Maus.

Zwei Schlußfolgerungen ergeben sich aus dieser Geschichte:
1. Nicht jeder, der auf dich sch..., ist dein Feind.
2. Nicht jeder, der dich aus der Sch... zieht, ist dein Freund.

Die Kistenbranche

Auf einem Parkplatz fahren zwei Autos in benachbarte Parklücken, ein uralter Trabant und daneben ein großer, dunkler Mercedes. Aus dem Trabant steigt ein älterer Herr im dunklen Anzug, aus dem Mercedes ein junger kräftiger Mann. Wie sie sich beim Aussteigen so ansehen, sagt der ältere Herr: "Ich kenne Sie doch." Der jüngere schaut jetzt etwas aufmerksamer hin und entgegnet: "Ach ja, Sie sind doch mein ehemaliger Mathelehrer vom Gymnasium, nicht?" "Ja, jetzt erkenne ich Sie wieder. Sie sind Schulze, der bei mir in Mathematik immer so schlecht war." "Ach, Herr Doktor, hören Sie bloß auf", sagt der junge Mann, "das war eine schlimme Zeit für mich, ich habe es einfach nicht verstanden." "Ja, und die Prozentrechnung!" "Oh je, da habe ich immer große Schwächen gehabt." Der ältere Herr deutet auf den Mercedes: "Aber ich sehe, Sie haben sich gut etabliert im Leben. Was machen Sie denn beruflich?" "Ich bin in der Kistenbranche." "Ach ja? Erzählen Sie doch mal. Was machen Sie denn da so?" "Sehen Sie, Herr Doktor, das ist so: Ich kaufe alte Kisten auf, das Stück für 2 Euro. Dann tausche ich die alten Stahlbänder gegen neue, ersetze defekte Bretter, passe den Deckel neu ein - und dann verkaufe ich die Kiste wieder - für 5 Euro." "Ah, ja, das kann man machen, das verstehe ich." "Und sehen Sie, Herr Doktor, von den 3 Prozent lebe ich."

Der gelehrige Butler

Graf Bobby hat sich einen neuen Butler zugelegt. Als er am Morgen wie gewohnt den Speiseraum betritt, um zu frühstücken, stutzt er: Eine Kanne mit heißem, dampfendem Kaffee steht auf dem Tisch, ein Korb mit Brötchen, ein Block Butter, aber sonst nichts. "Johann!" ruft der Graf seinen neuen Butler zu sich. "Johann, kommen Sie mal her! Das ist doch kein Frühstück. Wenn ich frühstücke, dann erwarte ich Wurst, Käse, drei Sorten Marmelade, Knäckebrot, Toast, zwei 3-Minuten-Eier, Tee, Milch, Orangensaft, eine Portion Cornflakes und die Tageszeitung. Haben Sie mich verstanden?" "Jawohl, Herr Graf", meint der Butler pikiert. Etwas später wünscht der Graf zu baden und beauftragt Johann, das vorzubereiten. Als Graf Bobby ins Badezimmer kommt, stutzt er wieder: Das Wasser läuft, ein Handtuch liegt auf einem Stuhl neben der Wanne, ein Stück Seife daneben, aber sonst nichts. "Johann, kommen Sie mal her! Das ist doch kein Bad. Wenn ich bade, dann hat da zu sein: Badesalz, Haarwaschmittel, Bademantel, Badeschuhe, Waschlappen, drei Handtücher, mein Minzöl, und ich habe gern ein Radio neben der Wanne. Haben Sie mich verstanden?" "Jawohl, Herr Graf", meint der arme Johann und zieht sich zurück. Gegen Abend fühlt sich Graf Bobby nicht wohl und ruft seinen Butler zu sich: "Johann, mir geht es nicht gut, rufen Sie bitte einen Arzt." Johann geht aus dem Haus und kommt erst nach zwei Stunden wieder zurück. "Aber Johann," stöhnt Graf Bobby, "wo waren Sie nur so lange? Kommt der Arzt bald?" "Jawohl, Herr Graf", sagt Johann stolz, "der Arzt, der Sanitäter, der Anästhesist, der Chirurg, die Krankenschwester, die Nachtschwester, der Therapeut, der Psychiater, der Leichenbeschauer und der Totengräber wissen bescheid. Die Kränze sind bestellt, das Grab ist ausgehoben, das Krematorium ist beheizt und der Leichenwagen steht vor der Tür."

Der Schadensfall

Als Schuldiger in Schadensfällen
hat man den Zustand herzustellen,
der als der wäre anzusehen,
wenn, was geschehen, nicht geschehen.

Ein Radfahrer, der es eilig hat,
fährt durch die Straßen einer Stadt,
er acht‘ des Weg’s nicht so genau
und fährt darob an eine Frau,
die in dem Zustand sich befindet,
der Hoffnung auf ein Kind begründet.
der Anprall und der jähe Schreck
nahmen ihr die Hoffnung weg.

Hat nun – so lautet meine Frage –
der Radfahrer im Falle einer Klage
als Schuldiger in Schadensfällen
d e n Zustand wiederherzustellen?

Der beschränkte Fred

Es war einmal ein kleiner Junge namens Fred. Am liebsten trieb er sich vor dem Tante-Emma-Laden mit den anderen Jungen herum. Der Besitzer des Ladens bemerkte, daß die anderen Kinder Fred ständig hänselten. Sie dachten, der Fred sei nicht ganz richtig im Kopf. Als Beweis für diese Theorie hielten sie Fred eine Fünzigcentmünze und einen Euro hin, und Fred nahm immer die Fünzigcentmünze, weil sie größer ist. Eines Tages, als Fred wieder einmal die Fünfzigcentmünze nahm und die anderen Kinder sich vor Lachen kringelten, ging der Ladenbesitzer zu Fred, nahm ihn auf die Seite und sagte: "Fred, schau mal, die Kinder verklapsen dich doch laufend. Die glauben, du weißt nicht, daß der Euro mehr wert ist als die 50 Cent. Warum nimmst du nur immer das Fünfzigcentstück? Weil es größer ist oder warum?" Langsam drehte sich Fred dem Mann zu, ein breites Grinsen auf dem Gesicht, und sagte: "Tja, wissen Sie, wenn ich den Euro nehmen würde, dann würden die mich für normal halten, und keiner würde mir mehr die zwei Münzen hinhalten. Aber so habe ich schon 20 Euro zusammen."

Der Erl-Vater

Wer rattert so spät durch Nacht und Schnee?
Das ist der Vater mit seiner BMW.
Der Sohn sitzt im Beiwagen sicher und warm.
Der Vater fährt Zickzack, daß Gott sich erbarm‘.

"Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?"
"Siehst Vater, du, den Laternenpfahl nicht?"
"Das Pfählchen, das kleine, wozu das Geschrei?"
Und schon saust er um Haaresbreite vorbei.

"Mein Vater, mein Vater und siehst du nicht dort,
die Gans auf der Straße, geh‘, scheuche sie fort."
"Das Mistvieh, das seh‘ ich, ich bin doch nicht dumm.
Das gibt einen Braten, die fahr ich gleich um."

Dann plötzlich gibt‘s einen furchtbaren Knall,
der Scheinwerfer splittert, ein Rutsch und ein Fall,
die Straße färbt sich vom Blute rot,
der Knabe lebt, doch die Gans ist tot.

Dem Vater grauset‘s nach dem schrecklichen Rutsch,
was nützt ihm die Gans, sein Motorrad ist futsch.

Authentisches von Goethe

Dereinst saß Johann Wolfgang von Goethe allein in einem Gasthaus und trank von einem Wein, den er im Glase zur Häfte mit Wasser mischte. Eine Gruppe schon angetrunkener Studenten am Nachbartisch machte sich so albern und dümmlich darüber lustig, daß Goethe es bemerken mußte. So nahm er einen Zettel, schrieb darauf geraume Zeit und ließ ihn dann durch den Wirt den Studenten reichen. Die bekamen darauf das folgende zu lesen.

Wasser und Wein
Das Wasser alleine macht stumm.
Das beweisen im Teiche die Fische.
Der Wein alleine macht dumm.
Das beweisen die Herren am Tische.
Und da ich keines von beidem will sein,
trink' ich das Wasser gemischt mit dem Wein.

Rotkäppchen auf Amtsdeutsch

Im Kinderfall unserer Stadtgemeinde ist eine hierorts wohnhafte, noch unbeschulte Minderjährige aktenkundig, welche durch ihre unübliche Kopfbekleidung gewohnheitsrechtlich Rotkäppchen genannt zu werden pflegt. Der Mutter besagter R. wurde seitens ihrer Mutter ein Schreiben zustellig gemacht, in welchem dieselbe Mitteilung über ihre Krankheit und Pflegebedürftigkeit machte. Sie beschloß, zu dieser Sachlage die R. zu beauftragen, der Großmutter eine Sendung von Nahrungs- und Genußmitteln zu Genesungszwecken zuzustellen. Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer Mutter über das Verbot betreffs Verlassens der Waldwege auf Regionalebene belehrt. Dieselbe machte sich infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift straffällig und begegnete beim Übertreten des amtlichen Blumenpflückverbotes einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festem Wohnsitz. Dieser verlangte in gesetzeswidriger Amtsanmaßung Einsicht in das zu Transportzwecken von Konsumgütern dienende Korbbehältnis und traf in Tötungsabsicht die Feststellung, daß die R. zu ihrer verschwägerten und verwandten, im Baumbestand angemieteten Großmutter eilend war. Da wolfseits Verknappung auf dem Ernährungssektor vorherrschend war, faßte er den Entschluß, bei der Großmutter der R. unter Vorlage falscher Identifikationsmerkmale vorsprachig zu werden. Weil dieselbe wegen Augenleidens krank geschrieben war, gelang dem in Freßvorbereitung befindlichen Untier infolge deren Sehbehinderung die diesfallsige Täuschungsabsicht, worauf es unter Verschlingung der Bettlägerigen einen strafbaren Mundraub zur Durchführung brachte. Ferner täuschte das Tier bei der später eintreffenden R. seine Identität mit der Großmutter vor, stellte ersterer nach und in der Folge durch Zweitverschlingung der R. seinen Tötungsvorsatz unter Beweis. Der sich auf einem Dienstgang befindliche und im Forstwesen zuständige Waldbeamte B. vernahm Schnarchgeräusche und stellte deren Urheberschaft seitens des Tiermaules fest. Er reichte bei seiner vorgesetzten Dienststelle ein Tötungsgesuch ein, das dortseits zuschlägig beschieden und pro Schuß bezuschußt wurde. Nach Beschaffung einer Pulverschießvorrichtung zu Jagdzwecken gab er in wahrgenommener Einflußnahme auf das Raubwesen einen Schuß ab. Dieses wurde in Fortführung der Raubtiervernichtungsaktion auf regionaler Ebene nach Empfangnahme des Geschosses ablebig. Die gespreizte Beinhaltung des Totgutes weckte in dem Schußgeber die Vermutung, daß der Leichnam Menschenmaterial beinhalte. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Schnittgerätes den Kadaver zwecks folgebeabsichtigter Totvermarktung und stieß hierbei auf die noch lebensbehaftete R. nebst beigelegener Großmutter. Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich beiden Personen ein gesteigertes, amtlich nicht zulässiges Lebensgefühl, dem sie durch groben Unfug und durch öffentliches Ärgernis erregenden Lärm sowie Nichtbeachtung anderer Polizeiverordnungen Ausdruck verliehen, was ihre Haftpflichtigmachung zur Folge hatte, da sie in gemeinsamer Tatausübung das Marktgut Wolfskadaver, in unzulässiger Weise mit Steinen beschwert, im grundstückseigenen Brunnen der geschädigten Großmutter der R. zur Versenkung brachten. Der Vorfall wurde von den kulturschaffenden Gebrüdern Grimm zu Protokoll genommen und starkbekinderten Familien in Märchenform zustellig gemacht. Wenn die Beteiligten nicht durch Hinschied abgängig wurden und dadurch in Fortfall gekommen sind, sind dieselben derzeitig noch lebend.

Was ist ein Logiker?

Ein Gespräch an der Bar, ein Logiker und ein Bekannter. Der Bekannte fragt:
"Ein Logiker? Was ist das eigentlich?"
"Das ist ganz einfach zu erklären. Paß auf! Ich stelle fest, du bist nicht schwul."
"Richtig. Wie kommst du darauf?"
"Das kann ich logisch beweisen. Ich weiß, du hast ein Aquarium."
"Ja. Stimmt."
"Dann sind da auch bestimmt Fische drin."
"Ja."
"Wenn da Fische drinnen sind, dann magst du ganz sicher Tiere."
"Ja."
"Wenn du Tiere magst, dann magst du auch Kinder."
"Jaaa."
"Wenn du Kinder magst, dann hast du bestimmt welche."
"Ja. Klasse!"
"Wenn du Kinder hast, dann hast du auch eine Frau."
"Ja. Absolut richtig."
"Wenn du eine Frau hast, dann liebst du Frauen."
"Ja, freilich."
"Wenn du Frauen liebst, dann liebst du keine Männer."
"Logisch!"
"Wenn du keine Männer liebst, dann bist du nicht schwul."
"Stimmt, Wahnsinn."

Der Logiker geht, ein Freund kommt.
"Du, ich muß dir was erzählen. Ich hatte grade ein Gespräch mit einen Logiker."
"Einem was?"
"Einem Logiker. Ich erkläre es dir. Paß auf. Hast du ein Aquarium?"
"Nein."
"Du bist schwul."

Der kleine Mann aus der Westentasche

Ein Mann kommt in eine Bar und bestellt zwei Whiskys. Der Barkeeper fragt: "Wollen Sie beide Whiskys jetzt, oder einen nach dem andern?" Der Mann antwortet: "Oh, ich möchte beide jetzt. Der eine ist für mich und der andere für diesen kleinen Kerl da." Er zieht aus seiner Tasche einen 15 cm großen Mann hervor. Der Barkeeper ist verblüfft: "Kann der überhaupt trinken?" "Natürlich kann er trinken," antwortet der Mann. Der Barkeeper schenkt die Whiskys aus. Der kleine Mann trinkt seinen Whisky in einem Zug. "Das ist verblüffend," sagt der Barkeeper. "Was kann er denn sonst noch? Kann er auch gehen?" "Natürlich kann er gehen," antwortet der Mann. Er wirft eine Münze ans andere Ende des Tresens und sagt: "Harry, hol mir die Münze!" Der kleine Mann rennt auf dem Tresen entlang ans andere Ende, hebt die Münze auf und bringt sie zurück. Der Barkeeper ist begeistert. "Das ist ja toll," sagt er. "Was kann er noch? Kann er auch sprechen?" "Natürlich kann er sprechen," antwortet der Mann. "Harry, erzähl doch mal die Story, als wir zusammen in Afrika auf Großwildjagd waren und du diesen Medizinmann einen alten Quacksalber genannt hast!

The Psychiatric Hotline

Thank you for calling the Psychiatric Hotline.

(Author unknown.)
 
Verzeichnis der Fachtermini
Obsessive-compulsive    zwangsbesessen, hyperaktiv
Co-dependent fixiert abhängig, krankhaft hörig
Multiple personality Bewußtseinsspaltung, Mehrfachidentitismus
paranoid-delusional irrgläubig, täuschungswahnsinnig
schizophrenic schizophren, bewußtseinsgespalten
manic-depressive manisch-depressiv, wechselnd fröhlich und niedergeschlagen

Der kleine Prophet

Es war einmal ein junges Pärchen, das hatte einen Sohn geboren. Die Freude war groß und man hatte viel Spaß daran, den Kurzen heranwachsen zu sehen. Nur eines störte das Paar, der Sohn wollte nicht reden. Na ja, dachten sie, die einen eher, die anderen später. Und dann, als zu Weihnachten die ganze Familie mit Oma, Opa, Tante, Onkel usw. zusammensaßen, sagte der Kurze plötzlich: "Opa". Die tiefe Enttäuschung, daß das erste Wort nicht Mama oder Papa war, wurde von der Freude, daß er überhaupt etwas sagte, überspielt. Aber am nächsten Tage starb der Opa. Die Zeit ging ins Land, bis der Kurze dann nach einigen Monaten plötzlich "Oma" sagte. Auch sie starb am nächsten Tag. Als der Kleine nach geraumer Zeit "Papa" sagte, wurde seinem Vater doch sehr mulmig. Am nächsten Tag stand er dann auch ganz vorsichtig auf, fuhr vorsichtshalber mit dem Bus zur Arbeit. Während der Arbeit achtete er tunlichst auf sämtliche Vorsichtsmaßnahmen und fuhr auch mit dem Bus wieder nach Hause. Zu Hause angekommen, empfängt ihn seine Frau mit den Worten "Hallo Schatz, da bist du ja, weißt du schon, wer heute gestorben ist? Unser Postbote."

Das Wetter und das ganze Drumrum

Heute ist so ein schäbiges Wetter, daß wir nicht einmal die Wäsche trocken kriegen. Aber waschen mußten wir, der Schrank ist schon leer. Wir wollen hoffen, daß es morgen besser wird. Sollte es aber morgen weiterregnen, sind wir gezwungen, unsere Wäsche trockenzublasen. Das wäre jedoch die letzte Notlösung, weil sie dann nämlich nach Bier oder nach Gurkensalat riecht, jenachdem, wer bläst. Ja, wenn man wüßte, daß es morgen weiterregnen wird, könnten wir ja unsere Wäsche drin behalten und mit dem Staubsauger das Wasser rausziehen. Aber man weiß das nicht. Auch die Meteorologen wissen das nicht. Es ist ihr trauriges Los, in Mitteleuropa zu arbeiten. Damit stehen sie vor der eindrucksvollen Aufgabe, den Zufall vorhersagen zu sollen. Manchmal gipfelt diese Bemühung in Ergebnissen, wie dem folgenden.

Das meteorologische Institut in Dahlem hat von einem Berliner einen Brief erhalten. Der schrieb unter anderem:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
...
habe ich in der vergangenen Nacht mehr als vier Stunden damit verbracht, Ihre unbedeutenden Niederschläge aus meinem Keller zu pumpen." ...

Wäre ich Meteorologe, würde ich nach Afrika gehen. Der Job ist dort einfacher.

Frei nach dem Satz von Karl Marx über die Philosophen und die Welt kann man sagen: "Die Meteorologen haben das Wetter nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, es zu verändern."

Ich glaube aber, wir sollten froh sein, daß es so weit noch nicht kommen konnte. Die juristischen Konsequenzen wären unüberschaubar. Allein schon die Frage, wer die Änderung des Wetters zu bestimmen hätte, könnte unsere ganze Demokratie aus den Angeln heben, da man ja nicht für jeden sein Wetter machen könnte, sondern nur eines für alle.

Zum Glück aber ist die Problematik insgesamt unbedenklich. Dank einer tiefschürfenden logischen Ableitung ist gezeigt worden, daß sich das ganze Dilemma auf viel einfachere Weise auflösen läßt. Bitte folgen Sie mir in die Welt der Logik und durchlaufen Sie mit mir die nachfolgend dargestellten Sequenzen.

Ausgangsthese: Wir haben Wetter.

Axiom: Niemand kann alles haben.

Also muß es auch welche geben, die kein Wetter haben. Diejenigen müssen aber auch in einer Gegend wohnen. Somit gibt es also Gegenden mit Wetter und Gegenden ohne Wetter. Daraus ergibt sich zunächst die

Folgethese: In jeder Gegend ist anderes Wetter.

Aber in der Gegend, in der die wohnen, die kein Wetter haben, ist demnach kein Wetter. Deshalb ist die Feststellung, daß in jeder Gegend anderes Wetter ist, falsch, denn es gibt auch Gegenden, in denen gar kein Wetter ist. Und gar kein Wetter ist unbestreitbar etwas anderes als anderes Wetter. Wenn nun aber nicht in jeder Gegend anderes Wetter sein kann, so folgt daraus, daß in jeder Gegend dasselbe Wetter ist. Da es nun aber, wie wir gerade bewiesen haben, Gegenden geben muß, in denen kein Wetter ist, heißt das wegen der Gleichheit des Wetters in allen Gegenden, daß in allen Gegenden kein Wetter ist. Für den Ausdruck "in allen Gegenden" kann man auch "überall" sagen. Wir können also sagen: überall ist kein Wetter. Durch syntaktische Neuanordnung der Negation finden wir: Nirgends ist Wetter. Es formuliert sich die Ausgangsthese neu: Wir haben kein Wetter.

Damit ist gezeigt, daß es Wetter überhaupt nicht gibt, Wetter also eine nicht existente Kategorie ist, woraus letztlich die ganz naive Frage abgeleitet werden muß: "Worüber reden wir eigentlich?"

Eine Psychoanalyse männlichen Pinkelns

Der aufgeregte Typ:
Kann das Hosenloch nicht finden. Zerreißt die Hose oder reißt die Knöpfe ab.

Der gesellige Typ:
Schließt sich Freunden zu einem gemütlichen Pinkeln an, egal ob er muß oder nicht.

Der schamhafte Typ:
Kann nicht Pinkeln, wenn jemand zusieht. Tut, als ob er gepinkelt hätte und schleicht nachher wieder zurück.

Der freche Typ:
Pinkelt in das Handwaschbecken, wenn alle Pissoirs besetzt sind.

Der rechthaberische Typ:
Verlangt bei Busreisen zu beliebiger Zeit das sofortige Anhalten zur Verrichtung unter der Androhung, bei Weigerung aus dem Fenster zu pinkeln.

Der gleichgültige Typ:
Pinkelt im Steilwandpissoir mit Fußrinne geradeaus an die Wand, ohne sich dafür zu interessieren, ob seine Nachbarn naß werden.

Der ungeduldige Typ:
Kann nicht verstehen, daß alles so lange dauert, beginnt schon vor dem Ende ausladend zu schütteln, so daß große Tropfenkolonnen im gesamten Raum umherfliegen.

Der schläfrige Typ:
Pinkelt durch das Hosenbein in seinen Schuh, geht mit offenem Stall weg und ordnet erst Minuten später ein.

Der ängstliche Typ:
Überzeugt sich nach dem Öffnen der Hose -zig Mal, daß das Ende nicht in der Hose verblieben ist und kann dann doch nicht.

Der praktische Typ:
Pinkelt ohne festzuhalten und bindet dabei gleichzeitig seine Krawatte.

Der neugierige Typ:
Sieht während des Pinkelns auf den Boden, um die Luftblasen zu beobachten, die er durch gezieltes Anstrahlen zu vermehren sucht.

Der schlacksige Typ:
Wedelt bei vollem Strahl unablässig mit dem Schweif, um auch mehrere benachbarte Becken zu erreichen.

Der protzige Typ:
Macht demonstrativ fünf Hosenknöpfe auf, auch wenn zwei völlig genügen würden.

Der großkotzige Typ:
Versucht zum Zwecke der Erzeugung größtmöglichen Lärms Blechteile oder andere schall-intensive Flächen zu treffen, schmakauzt und rülpst dabei unverfroren und laut. Krönung ist ein donnerschwerer Furz, durch den alle anderen erschrocken zurückziehen und sich hoffnungslos die Hosen vollgießen.

Der schwache Typ:
Sucht verzweifelt zwischen Hemd und Unterhose, gibt dann auf und fügt sich in sein Schicksal.

Der starke Typ:
Versucht beim Pinkeln an einen Baum durch heftiges Nachdrücken die Borke zu zerstören.

Der kindliche Typ:
Spielt mit dem Strahl auf und ab und versucht damit die Fliegen zu treffen.

Der zerstreute Typ:
Öffnet die Weste, nimmt den Schlips heraus und pinkelt in die Hose.

Der mädchenhafte Typ:
Kann nicht im öffentlichen Pissoir, er muß sitzen.

Der gründliche Typ:
Duldet auf keinen Fall den sprichwörtlich letzten Tropfen in seiner Hose, wartet über Gebühr lange, so daß manch anderer schon zum zweiten Mal hereinkommt.

Der eilige Typ:
Kann die Nachschübe nicht abwarten und nimmt nach vorzeitigem Einordnen verärgert eine partiell benäßte Hose in Kauf.

Der hinterhältige Typ:
Läßt während des Pinkelns leise einen streichen, schnüffelt nach allen Seiten und sieht seinen Nachbarn vorwurfsvoll an.

Der hektische Typ:
Kommt im letzten Augenblick, springt wie besessen hin und her, weil er nicht schnell genug seinen Schweif finden kann.

Der geile Typ:
Versucht beim Pinkeln den Lichtschalter oder andere erreichbare offene elektrische Kontaktstellen zu treffen.

Der rücksichtsvolle Typ:
Steht nachts auf, steigt mit einem Fuß in den Nachttopf, pinkelt am Bein entlang, damit seine Frau nicht wach wird.

Der strebsame Typ:
Versucht so hoch wie möglich zu pinkeln, fühlt sich besonders erfolgreich, wenn er es über einen Nachbarn hinweg schafft.

Der wissenschaftliche Typ:
Pinkelt in den Sand und versucht dabei, ein Quadrat größtmöglicher Seitenlänge zu benetzen.

Der medizinisch-analytische Typ:
Stoppt jedes Mal die Gesamtzeit der Verrichtung und analysiert anschließend, ob es so langsam lief oder ob es so viel war.

Der mathematische Typ:
Benutzt eine Stoppuhr und einen Nachttopf mit Milliliterskala und berechnet aus Zeitdauer und Menge die Ausströmgeschwindigkeit.

Leitungstätigkeit – Der Boß

Hier ist die Geschichte von der höheren Leitungstätigkeit, die jeder Leiter, aber auch jeder Mitarbeiter kennen sollte, wenn er sich anschickt, im Beruf voranzukommen. Also hört die Story über den Boß:

Als sich im Verlaufe der Evolution der menschliche Körper herausbildete, gab es am Anfang zunächst eine Menge einzelner Körperteile, von denen ein jeder bestimmte Tätigkeiten verrichtete, ohne zu wissen, ob das richtig oder falsch, gut oder schlecht ist. Auch wußte keiner vom anderen etwas und niemand konnte sagen, ob das, was er tut, dem ganzen Körper nützt oder nicht. Mit der Zeit stellte sich aber doch heraus, daß das ganze nicht ordentlich funktionierte. Die eine Hand wußte nicht, was die andere tat, die Füße behinderten sich gegenseitig beim Gehen, so daß desöfteren der Kopf auf den Boden schlug, das Blut mußte daraufhin die unnützen Wunden wieder schließen. Die Hände stopften alles mögliche in den Mund, was der in seiner Gefräßigkeit verlangte, dadurch wiederum wurde der ganze Körper fett und aufgedunsen, worüber sich gar bald das Herz beschwerte, weil es den vielen Ballast nur noch mit Mühe versorgen konnte. Das Gehirn erhielt davon noch immer die meisten Informationen und konnte deshalb erkennen, daß der Körper gar bald in eine Katastrophe geraten würde, wenn alle so weiter wirtschafteten. Also verlangte es von den anderen, ihm die zentrale Leitung zu übergeben, damit wieder Ordnung einziehen könne und der Körper aus diesem Schlamassel baldmöglichst herausgeführt werde. Es wurde zum Boß gemacht, niemand hatte einen besseren Vorschlag. Eine Weile ging das gut, aber die Erfolge zeigten sich nur langsam. Viele glaubten nun in ihrer Engstirnigkeit, alles besser zu wissen als das Gehirn, fingen an zu mäkeln und zu meckern und so begann zwischen den Körperteilen ein Streit um die Macht. Alle wollten der Boß sein.

Die Beine sagten: "Da wir den Menschen dorthin tragen, wo er hin will und erst ermöglichen, daß die Hände etwas erwerben können, sollten wir Boß sein." Die Augen sprachen: "Nur wir können alles sehen und deshalb auf euch achtgeben und euch warnen, wenn Gefahr droht. Deshalb müssen wir Boß sein." Die Ohren behaupteten von sich ähnliches. Und so meldete sich das Herz, die Lunge, die Leber, der Magen. Alle begründeten ausführlich die Unverzichtbarkeit und die Wichtigkeit ihrer Arbeit und verlangten, Boß zu werden. Schließlich verlangte auch das Arschloch, daß man es zum Boß mache, erhob dies mit der Faust auf dem Tisch zur Forderung und hielt sich dabei nicht im geringsten mit einer Begründung auf. Alle Körperteile lachten darüber und fanden die Idee einfach absurd, ein Arschloch zum Boß zu haben.

Das Arschloch wurde darüber sehr ungehalten und wütend, kniff sich zu, schmollte und weigerte sich zu funktionieren. Es trat in den Streik. Die Auswirkungen waren schlimm. Gar bald wurde das Gehirn fiebrig, die Augen schmerzten und begannen zu schielen, die Beine wurden schwach und knickten um, die Hände zitterten und konnten nicht mehr greifen, auch das Herz, die Lunge, der Magen und alle anderen Organe hatten Mühe, ihre weitere Arbeit zu tun. Schließlich wandten sie sich flehentlich an das Gehirn mit der Bitte, doch das Arschloch ja zum Boß zu machen. Da es keinen anderen Ausweg zu geben schien, mußte das Gehirn zur Abwendung des Untergangs zustimmen. So kam es, daß alle Körperteile fleißig ihre Arbeit verrichteten und das Arschloch großspurig den Boß spielte und nur eine Menge Scheiße von sich gab.

Und die Moral von der Geschichte:
Um Boß zu werden, brauchst du kein Genie zu sein – nur ein Arschloch.

Eine Frage am Rande: Haben Sie auch einen Boß?

Die mißratenen Kinder

Vier Kerle sitzen in einer verrauchten Bar und diskutieren übers Leben. Nach einiger Zeit ging einer auf die Toilette, die anderen blieben sitzen. Der erste sagte: "Ich war wirklich verängstigt, daß mein Sohn ein Verlierer wird. Er fing an, Autos zu waschen. Doch dann bekam er die Chance, Verkäufer zu werden und verkaufte dabei so viele Autos, daß er die Firma kaufen konnte. Er ist heute so erfolgreich, daß er sogar seinem besten Freund einen Mercedes zum Geburtstag schenken konnte." Der zweite berichtete: "Ich war ebenfalls in Sorge, daß mein Sohn ein Verlierer wird. Er war Hilfsgärtner für ein Maklerbüro. Dann kriegte er die Chance und wurde selbst ein so erfolgreicher Makler, daß er seinem besten Freund ein Haus zum Geburtstag schenken konnte." Der dritte antwortete: "Ich war anfangs ganz sicher, daß mein Sohn ein Verlierer wird. Er putze die Böden der Börse, bis er eines Tages die Chance bekam, selbst daran teilzunehmen. In kürzester Zeit verdiente er dabei soviel Geld daß er seinem besten Freund sogar 1 Million Dollar zum Geburtstag schenkte." Der Vierte kam von seinem Geschäft zurück. Die drei anderen erklärten ihm, daß sie sich über ihre Kinder unterhielten. Da sagte der vierte: "Mein Sohn ist leider ein Verlierer geblieben. Er begann vor 15 Jahren als Friseur und das ist er heute noch. Dann habe ich herausgefunden, daß er schwul ist und viele Boyfriends hat. Aber ich sehe auch eine gute Seite: Seine Boyfriends schenkten ihm einen Mercedes, ein Haus und 1 Million Dollar zum Geburtstag."

Ein Brief vom Enkel Oli

    Buxdehude, am 01. April voriges Jahr
Libe Omi,
Ich schreibe exdra so langsam, weil du mit deine gabudde Brille bloß so langsam lesen gannst. Auserdem habe ich heute meinen Schnellschreipstifd nich da, der ist in die Riperatur. Vielen Dank für Dein schöhnes Gepurtsdagsbaket, ich habe mich ser darüber gefreud. Nur die Schwarzwälder Dorte, von der Du geschriepen hast, habe ich nicht gefunten. Aber die Schachdel Schokoladenmuhß mit Kuchenkrümel und Kirschen war eine wunderfolle Idee von dir.
Deine alte Modorradjagge, die du mir mitgegepen hast, gefellt mir gut, auch wenn Sie ein bißchen ramboniert ist. Sicher bist du in den lezden Monaden damid heufiger auf die Schnauze geflogen. Nun, ich habe dir ja schon öfter gesagt, vergauf die alte Haarlee und gauf dir endlich ein Audo.
Eigendlich wollde ich noch was schreiben, aber ich hatte den Brief schon zugegläbt. Dann schreibe ich es äben bein nächsten Mal.
  Viel Grüse  
    Dein Enkel Oli.

Die Scheune der Witwe

Hans fuhr mit seinem Freund Peter zum Skifahren. Nachdem sie den Kombi von Hans beladen hatten, fuhren sie südwärts. Mitten im Gebirge gerieten sie plötzlich in einen heftigen Schneesturm, der ihnen völlig die Sicht nahm. Sie entdecken gerade noch einen nahen Bauernhof und schafften es bis dorthin. Nachdem sie an der Haustür angeklopft hatten, öffnete ihnen eine sehr attraktive Frau. "Könnten wir heute Nacht hierbleiben?", fragen sie und erklären weiter: "Bei dem Schneesturm ist an Weiterfahren nicht zu denken." "Nun", sagte sie, "ich bin erst kürzlich verwitwet und die Leute werden über mich reden, wenn ich euch hier hereinlasse." "Kein Problem," meint Hans, "wir können in der Scheune schlafen." So geschieht es denn.
Ein knappes Jahr später bekam Hans einen Brief vom Anwalt der Witwe. Als er ihn gelesen hatte, rief er sofort seinen Freund Peter an: "Peter, kannst du dich noch an die attraktive Witwe erinnern, bei der wir voriges Jahr übernachtet haben?" "Natürlich." "Kann es sein, daß du in der Nacht aufgestanden und zu ihr gegangen bist, und daß du mit ihr geschlafen hast?" "Ja, ich muß zugeben, das habe ich getan", sagte Peter. "Kann es auch sein, daß du ihr gegenüber meinen Namen benutzt hast?" Jetzt bekommt Peter ein ganz schlechtes Gewissen, und er sagt: "Nun ja, ich fürchte, ich habe deinen Namen benutzt." "Peter", sagt Hans, "ich danke dir. Die Witwe ist gestorben und hat mir ein großes Vermögen vermacht."

Bauer Hein und sein Knecht Matti

Bauer Hein (B) kommt aus der Stadt nach Hause. Auf dem Weg kommt ihm sein Knecht Matti (K) entgegen.
B: Sach mal Knecht, ist was besonderes passiert?
K: Nee, Bauer, is nix besonderes passiert.
B: Aber was haste denn da für tote Ferkel inne Karre liegen?
K: Ach, Bauer, die sind verbrannt.
B: Verbrannt? Hat's bei uns denn jebrannt?
K: Jau, Bauer, die Scheun' hat doch gebrannt.
B: Die Scheun' hat jebrannt? Ja, wie kommt dat denn?
K: Ja, Bauer, die Flammen sind überjeschlagen.
B: Die Flammen überjeschlagen? Ja, von wat denn?
K: Na, Bauer, vom Wohnhus natürlich.
B: Watt, Knecht, dat Wohnhus hat ooch jebrannt, wie kam dat denn?
K: Das kam vonne Kerzen anne Bahre, die sin umjefallen.
B: Vonne Kerzen anne Bahre, wat denn für ne Bahre, Knecht?
K: Die Bahre von deine Frau, Bauer.
B: Die Bahre von manner Frau, ja isse denn jestorben?
K: Jau, Bauer, die is vonne Ledder jefallen.
B: Wat, wat, vonne Ledder jefallen, wie kam dat denn?
K: Och, Bauer, die war besoffen, da isse runterjefallen.
B: Die war besoffen? Aber dat isse doch immer.
K: Ja, sach ich doch, Bauer, is nix besonderes passiert.

Das Bierbarometer

Typische mentale und physische Eigenschaften nach Biereinnahme als Funktion der Menge

  4 Bier: Fängt an zu lachen, Gesicht wird glänzend.
  8 Bier: Lacht und grölt, Gesicht errötet stark, Augen werden größer.
12 Bier: Sprache wird undeutlich, schläfriger Ausdruck, fühlt sich stark, eigenartiges Grinsen, Augen fallen fast heraus, Gang wird schwerfällig, fordert Kollegen zum Armdrücken heraus.
16 Bier: Konzentration ausgeschaltet, Sprache sehr feucht und lallend, grinst nicht mehr, Augen wieder kleiner, dafür aber glasig, Gangneigungswinkel liegt bei etwa 20 Grad.
20 Bier: Spricht alle Fremdsprachen, starker Speichelverlust, pinkelt fortwährend, Atem heiß und bläulich. Vorsicht bei offenem Feuer - Explosionsgefahr!
24 Bier: Kennt keine Mitmenschen mehr, total gehbehindert, Hose stark riechend, starker Speiseresteüberlauf. Bier schmeckt nicht mehr.
30 Bier: (2 hat er nicht mitgekriegt) Wird vom Rettungsdienst auf die Intensivstation des örtlichen Krankenhauses gebracht. Wiederbelebungsversuche. Erfolg fraglich.

Der Flüchtling, 1988

Wer kriecht so spät durch Kraut und Rüben?
Es ist der Ossi, er will nach drüben.
Erreicht den Zaun mit Müh und Not,
Strom war drauf, jetz isser tot.

Die drei Freunde

Drei Freunde fahren ohne ihre Ehefrauen in den Urlaub. Abends beim Bier beschließen sie, an ihre Frauen eine gleichlautende Karte zu schreiben. Also schrieben sie:

Wenn ich ein Vöglein wär',
flög' ich zu Dir.
Weil ich kein Vöglein bin,
vögle ich hier.


Die drei Frauen haben ganz unterschiedliche Mentalität. Und so fallen die Antworten auch ganz unterschiedlich aus:

Die erste war sehr beleidigt. Voller Zorn schrieb sie:

Du warst zu Hause
schon immer gemein
und auch im Urlaub
bist Du ein Schwein.


Die zweite sah es gelassen, denn sie kannte ihren Mann. Sie antwortete:

Von dem, was Du schreibst,
glaub' ich Dir kein Wort
Du konntest kaum hier,
geschweige denn dort.


Die dritte dachte, ein Konterschlag sei sicher recht lehrreich und erklärte:

Da Du kein Vöglein bist,
sondern ein Wanderer,
kannst Du beruhigt sein.
Mich vögelt ein anderer.


Und die Moral von der Geschicht':
Belüget eure Frauen nicht!