Computerviren sind keine Defekte, sondern Programme. Windows ME auch?

Oft schon hat man im Angesicht größerer Ärgernisse die nicht eben gut begründete Meinung hören müssen, daß Windows ME möglicherweise ein Virus sein könnte. Stets vernimmt man es aus emotional geprägter Stimmung heraus und ohne ausreichende Analytik. Ich will nun hier etwas gründlicher der Frage nachgehen,

Ist nun Windows ME ein Virus oder ist es nicht?

Analysiert man Eigenschaften, Aktionen und Wirkungen von Viren, so findet man eine erstaunliche Menge deutlicher Übereinstimmungen mit den Eigenschaften, Aktionen und Wirkungen von Windows ME. Unten habe ich einige wichtige Parallelen aufgeführt, ohne mich dabei in Kleinigkeiten verlieren zu wollen.

Aber es gibt auch einige gravierende Unterschiede, es mußte jedoch viel länger darüber nachgedacht werden, sie zu finden. Hier sind sie:

Wie man schon aus der bloßen Textlänge sehen kann, sind die Ähnlichkeiten wohl doch der dominierende Aspekt, wenngleich die Unterschiede recht bedeutsam sind. Man kommt daher intuitiv zu dem Schluß, daß Windows ME höchstwahrscheinlich ein Virus ist, ein Virus mit etlichen Besonderheiten, insbesondere von außerordentlicher Länge.

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Upgrade-Problematik

Letztes Jahr hat ein Freund von mir den Upgrade von Freundin 1.0 nach Ehefrau 1.0 vollzogen und dabei die Erfahrung gemacht, daß letztere Applikation extrem viel Memory benötigt und nur sehr wenige Systemressourcen übrigläßt.

Nun fand er überdies noch heraus, daß diese Applikation zusätzliche Child-Prozesse aufruft, was natürlich noch mehr der schon raren Systemressourcen beanspruchen wird. Keines dieser Phänomene wurde in der Produktbeschreibung oder der Anwenderdokumentation erwähnt, wenn er auch bereits von anderen Anwendern darauf hingewiesen wurde, daß dies aufgrund der Natur dieser Applikation zu erwarten wäre.

Nicht nur, daß sich Ehefrau 1.0 schon beim booten einklinkt, wo es sämtliche Systemaktivitäten überwachen kann, mußte er weiterhin feststellen, daß einige Applikationen wie SkatNacht 10.3, Besäufnis 2.5 und KneipenNacht 7.0 überhaupt nicht mehr laufen. Das System stürzt einfach ab, wenn er diese Anwendungen starten will, obschon sie früher problemlos liefen.

Bei der Installation bietet Ehefrau 1.0 keinerlei Optionen, unerwünschte Plug-Ins wie Schwiegermutter 55.8 oder Schwager (Beta Release) auszuschalten.

Darüber hinaus scheint die Systemperformance jeden Tag mehr und mehr zu schwinden. Die Features, die er in der kommenden Version Ehefrau 2.0 gerne sehen würde, wären:

  1. einen Erinnere-mich-nie-wieder-Button,
  2. einen Minimize-Button,
  3. ein Uninstall-Programm, das es ihm ermöglicht, Ehefrau 2.0 jederzeit ohne Verlust von Cache oder anderer Systemressourcen zu deinstallieren sowie
  4. eine Option, den Netzwerktreiber im Multitasking-Modus zu starten um somit mehr aus der Hardware herauszuholen.

Ich persönlich habe beschlossen, alle Kopfschmerzen mit Ehefrau 1.0 zu vermeiden und bleibe deshalb bei Freundin 2.0. Doch auch hier fand ich manche Probleme:

Zunächst mal kann man Freundin 2.0 nicht einfach über Freundin 1.0 drüberinstallieren.

Zuerst muß nämlich Freundin 1.0 sauber deinstalliert werden. Andere Anwender behaupten, dies sei ein bekannter Bug, dessen ich mir bewußt sein sollte. Offenbar verursachen beide Versionen von Freundin Konflikte beim gemeinsamen Verwenden der I/O Ports. Man müßte eigentlich meinen, ein so dummer Fehler sollte mittlerweile behoben sein.

Doch es kommt noch schlimmer: Der Uninstall von Freundin 1.0 läuft nicht sonderlich zuverlässig. Er läßt immer wieder unerwünschte Rückstände der Applikation im System.

Ein anderes ernstes Problem: Alle Versionen von Freundin lassen in unregelmäßigen Abständen ein Hinweisfenster erscheinen, das mit einer lästigen Meldung auf die Vorteile des Upgrades auf Ehefrau 1.0 hinweist.

Fehlerwarnung

Ehefrau 1.0 hat einen undokumentierten Bug: Wenn Sie versuchen, Geliebte 1.1 zu installieren, bevor Ehefrau 1.0 deinstalliert ist, wird Ehefrau 1.0 alle MSMoney-Dateien löschen, bevor sie sich selbst deinstalliert. Danach wird sich aber Geliebte 1.1 wegen fehlender Systemressourcen nicht mehr installieren lassen.

Work-Around

Um den oben erwähnten Bug zu umgehen, installieren Sie Geliebte 1.1 auf einem anderen System und stellen sicher, daß niemals ein Datentransfer, wie zum Beispiel LapLink 6.0, laufen kann. Seien Sie sich auch bewußt, daß gewisse Shareware-Applikationen ein Virus mit der Bezeichnung "Ai/dS" enthalten könnten, das Ehefrau 1.0 infizieren könnte. Arbeiten Sie deshalb stets mit resistent installiertem Protection-Tool Pre-Serv$ativ.SYS. Eine andere Möglichkeit wäre, Geliebte 1.0 über das UseNet unter anonymem Namen laufen zu lassen. Hüten Sie sich aber auch hier vor Viren, die Sie versehentlich über das UseNet herunterladen könnten.

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22 Dinge, die anders wären, würde Microsoft Autos bauen

Prinzipiell wären die Autos von Microsoft ja nicht schlecht, aber einige Dinge werden den Käufer interessieren, die den ganz eigenen Stil dieser Fahrzeuge ausmachen. Hier:

  1. Ein spezielles Jahresmodell ist erst nach Ablauf des Jahres oder später verfügbar und nicht am Anfang. So war z. B. der Typ MS-Windcar 95 erst Ende 1996 auf dem Markt.
  2. Jedesmal, wenn die Straßenmeisterei die Leitlinien auf den Straßen erneuert, müssen Sie Ihr Auto neu installieren. Für die Installation gibt es eine automatische Installationsroutine, die etwa die Hälfte des Installationsumfanges erledigt. Die andere Hälfte – etwa 30 Kommandos – führen Sie danach per Hand mit Hilfe der Bedienhebel Ihres Fahrzeuges aus.
  3. Von Zeit zu Zeit geht der Motor aus und Sie müssen ihn neu starten. Merkwürdigerweise akzeptieren Sie diesen Umstand einfach und suchen keine Werkstatt auf.
  4. Gelegentlich führt ein bestimmtes Wendemanöver dazu, daß der Motor ausgeht und sich nicht wieder starten läßt, bevor Sie ihn nicht aus- und wiedereingebaut haben. Auch diesen Vorgang werden Sie mit der Zeit als normal und unabänderlich anerkennen und dem Autohersteller keine Beanstandung melden.
  5. Sie können nicht mehrere Personen gleichzeitig in dem Auto befördern, es sei denn, Sie kaufen "Auto 95" oder "Auto NT". Aber dann müssen Sie einige Zusatzsitze im Paket "Microauto Plus!" gegen Aufpreis erwerben.
  6. Die Firma "Sun Motor Systems" hat ein Auto entwickelt, das durch Sonnenkraft angetrieben, doppelt so zuverlässig und fünf mal so schnell ist wie das Microsoft-Auto. Dieses Modell fährt aber merkwürdigerweise nur auf 5 Prozent aller Straßen.
  7. Die Warnlampen für Öldruck, Lichtmaschine, Tankfüllung, Bremskontrolle und einige andere sind durch eine einzige Warnlampe mit der Aufschrift "Allgemeiner Autofehler" ersetzt.
  8. Die Autofahrer freuen sich über die "neuen" Leistungsmerkmale in den Microsoft-Automodellen, wobei sie bald vergessen werden, daß diese Merkmale in anderen Autos seit vielen Jahren verfügbar sind.
  9. Alle Autofahrer von Microsoft-Autos dürfen nur noch "Microsoft-Benzin" tanken, weil keine Umsetzer zur Umkonfigurierung der Autos auf andere Sorten verfügbar und die Motoren strukturell inkompatibel zu anderen Herstellern sind.
  10. Die Regierung bekommt bei der Anschaffung von Microsoft-Autos Subventionen vom Autohersteller, anstatt sie zu bezahlen.
  11. Der Airbag gibt bei einem Unfall die Frage "Sind Sie sicher?" aus und öffnet sich erst nach positiver Beantwortung der Frage.
  12. Das Lenkrad ist durch eine Maus, einen Trackball oder durch ein Touchpad ersetzt worden. Diese Teile werden als Plug-&-Play-Geräte ausgeliefert. Die entsprechenden Treiber werden beim Kauf des Fahrzeuges ohne Aufpreis mitgeliefert, müssen jedoch nach dem Starten per Hand geladen werden, weil Sie sonst nicht lenken können. Ein automatisches Laden ist nicht programmiert.
  13. Für den Vorgang "Bremsen" müssen Sie sich unbedingt die Tastenkombination merken, die beim Starten des Motors eingefragt wird. Vorsicht! Übergehen Sie diese Eingabe mit ESC, können Sie nicht bremsen.
  14. Aus unbekannten Gründen dauert es beim Starten fünf Minuten, ehe der Motor anspringt. Aber Sie werden während des Startvorgangs gefragt, ob Sie die Kofferraumhaube öffnen wollen, ob die Seitenscheiben geschlossen bleiben sollen, welcher aktuelle Sender auf dem Autoradio eingestellt werden soll, wohin die Vorderräder beim Anfahren auszurichten sind, welche Tastenkombination zum Bremsen gültig ist (s. Ziffer 13) und welche Kaskoversicherung Sie abschließen wollen.
  15. Der Motor wird von einer Firma hergestellt, die mit Microsoft im Kartell steht. Die neueste Version hat 16 Zylinder, Mehrpunkt-Benzineinspritzung und Turbolader, aber es ist möglich, alte Auspuffteile anderer Hersteller zu montieren. Es gibt einen "Enginum Pro"-Motor mit größeren Turbos, aber er läuft auf den meisten Straßen langsamer.
  16. Beim Versuch, das Auto zu starten, erhalten Sie oft eine Fehlermeldung mit den Wahloptionen "Abbruch, Wiederholen, Ignorieren". Auf die Antwort "Ignorieren" wird sicherheitshalber der Benzintank auf die Straße entleert.
  17. Alle 500 Kilometer brauchen Sie eine vollständige Kontrollwartung, weil es sonst z. B. sein kann, daß beim Lenken die Scheinwerfereinstellung geändert wird, beim Bremsen sich der Zündpunkt verstellt, beim Blinken Kühlwasser in die Scheibenwaschanlage gelangt und bei der Auswahl des Verkehrsfunkmodus die Vorspur nach der Sendefrequenz eingestellt wird.
  18. Der Tacho zeigt permanent 70 km/h an, auch wenn Sie 40 oder 110 km/h fahren. Um das Problem zu beheben, empfiehlt der Hersteller die Aufrüstung mit einem Extended Bezintank auf minimum 90 Liter.
  19. Der Motor ist nicht sofort nach dem Starten voll funktionsfähig. Statt dessen bleibt das Auto periodisch stehen und fährt wieder los, während der Motor versucht, die notwendigen Zubehörteile zu laden.
  20. Jedesmal, wenn Sie einen neuen Fahrgast mitnehmen, müssen Sie die Konfiguration des Autos ändern. Diese Konfiguration bleibt nach einem Halt auch dann erhalten, wenn der Passagier schon lange wieder ausgestiegen ist.
  21. Einige intelligente automatische Kontrollroutinen sorgen dafür, daß die technischen Parameter Ihres Autos auch während der Fahrt periodisch überprüft und notwendigenfalls korrigiert werden. Haben Sie bitte Verständnis, wenn Ihr Auto während dieser Kontrollen unvermittelt stehenbleibt. Nach Abschluß wird der normale Betrieb sofort wiederhergestellt.
  22. Entwicklungsbedingt fehlen gegenwärtig noch einige Fixierungsablagen Ihrer persönlichen Parametereinstellungen. So sind z. B. die Einstellgrößen der Sitze (Höhe, Lehnensteilheit, Lenkradabstand u. a.) nach dem Neustart des Motors wieder auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt und müssen neu eingegeben werden. Der Hersteller ist bemüht, bei kommenden Versionen diese Einstellungen über die Fahrsitzung hinaus zu erhalten.

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Der Super-DAU
(DAU = Dümmster Anzunehmender User)

Eines Tages klingelt wieder einmal bei der PC-Hotline das Telefon: Klingel, klingel.

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Noch ein Anruf bei der PC-Hotline:

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Die Ballade vom Bitkönig

Wer tastet sich nachts die Finger klamm?
Es ist der User mit seinem Programm.
Er tastet geschwind, er tastet schnell,
Im Osten wird der Himmel schon hell.

Sein Haar ist ergraut, die Hände, sie zittern,
Vom unablässigen Kernspeicherfüttern.
Da – aus dem Programm tönt ein Geflüster:
"Wer popelt an meinem Befehlsregister?"

Bleib' ruhig, bleib' ruhig, meine liebe ZE,
Ich tu' dir ganz bestimmt nicht weh.
Mein Meister, mein Meister und siehst du nicht dort,
Aus dem Akku schleicht sich ein Vorzeichen fort.

Nur ruhig, nur ruhig, mein liebes Kind,
Ich hole es wieder, ganz bestimmt.
Mein Meister, mein Meister, hörst du das Grollen,
Der wilden Bits durch den Speicher tollen?

Nur ruhig, nur ruhig, das haben wir gleich,
Die sperren wir in den Pufferbereich.
Er tastet wild, er tastet besessen,
Mist – jetzt hat er das Sichern vergessen.

Der Rechner schreit auf in höchster Qual,
Da zuckt durch das Fenster ein Sonnenstrahl.
Die Konsole schimmert im Morgenrot,
Der Bitkönig lebt – das Programm ist tot.

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Das Erlvirus

Wer surft so spät durch Nacht und Netze?
Es ist der User in wilder Hetze!
Er hält sein Windows fest im Arm,
und auch dem Modem ist schon warm.

"Mein Windows, was birgst du so bang dein Gesicht?"
"Siehst, User, du das Virus nicht?
Den Trojanerkönig mit Macro und Wurm?"
"Mein Windows - es ist nur ein Datensturm."

"Betriebssystem, komm geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch' bunte WebSites sind an dem Strand,
und auf den Servern gibt's viel Tand."

"Mein User, mein User, und hörest du nicht,
was das Virus mir leise verspricht?"
"Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
es piepst nur das Modem, das wieder mal spinnt."

"Willst, feines Windows, du mit mir gehen?
Mein Makro soll dich kitzeln schön,
meine Routinen werden die Bytes dir recht schütteln,
und löschen und deine Dateien gut rütteln!"

"Mein User, mein User, und siehst du nicht dort
des Trojaners HEXE am düsteren Ort?"
"Mein Windows, mein Windows, ich seh' es genau;
es glimmt doch mein alter Schirm nur so grau."

"Ich liebe dich, mich reizt deine DLL;
und willst du gleich booten
dann lösch ich dich schnell."

"Mein User, mein User, die Platte läuft an!
Trojaner hat mir ein Leid angetan!"
Dem Surfer graust's, er klickt geschwind,
und in der Leitung das Bit gerinnt;
er kappt die Verbindung mit Müh' und Not,
jedoch zu spät - der Bildschirm bleibt tot.

Für die älteren Kolleginnen und Kollegen: Die Ballade aus der 8-Bit-Zeit

Das hier ist ein alter Text aus der 8-Bit-Zeit. Er beschreibt das Zusammenwirken der Teile eines PC 1715 aus dem ehemaligen Kombinat VEB Robotron bei einer Operation mit dem damals sehr beliebten Dateimanager POWER. Und denken Sie daran, Festplatten gab es damals noch nicht. Die Beschreibungsweise mit menschlich agierenden Geräteteilen ist recht lustig aber nicht ohne pädagogischen Wert. Man denke nur an ähnlich gestaltete Beschreibungen der Funktion des menschlichen Körpers und seiner Organe, mit denen noch immer ab und an abendfüllende Spielfilme hergestellt werden.

Das Innenleben eines 8-Bit-Computers

Angenommen, wir könnten mit den Ohren ganz dicht an die Elemente eines PC 1715 herankommen. Dann hätten wir viel bessere Möglichkeiten, ihn kennenzulernen. Wir könnten dann hören, was da so alles geschieht. Nehmen wir einmal folgendes an:

Ein Nutzer setzt sich vor den Computer. Er hat eine Diskette eingelegt und betätigt den Netzschalter. Nach einer Weile meldet sich der Prozessor.
"Hallo Laufwerk A!"
"Hallo, Prozessor!"
"Was ist los, hast du mich geweckt?"
"Nein. Dein Urlader hat mich begrapscht. Er hat sich das CP/A geholt, irgend jemand hat mir die Scheibe gegeben, als ich schlief. Ich hab’s nicht mitgekriegt, bin gerade erst aufgewacht."
"Na, schön. Was hast du denn so alles?"
"Ach, mein Disk ist fast voll. Willst du mal sehen?"
"Nee, warte mal. Hier sitzt einer. Erst mal sehen, was er will. Aha, Directory will er haben. Gib mal rüber. Ich lege es ihm auf den Schirm."
Auf dem Bildschirm erscheint eine lange Liste mit über 80 Directory-Einträgen.
"Na, Prozessor, was sagt er nun?"
"Er sucht noch. Gott, ist der langsam! Selber schuld. Soll er doch selektieren. Wir könnten’s ihm schneller rausfinden."
"Wo ist denn mein Bruder B?"
"Ich habe noch nichts von ihm gehört. Muß wohl noch schlafen. Er hat sicher keine Disk."
"Was wird denn nun – ist der bald fertig da?"
"Geduld, Geduld! Das ist doch so ein biologischer Apparat. Der kann nicht so schnell. Aber ich glaube, jetzt kommt was."
"Hallo, Prozessor! Hier ist B. Ich habe was gekriegt."
"Na, dann laß mal sehen!"
"Ich kann es nicht richtig erkennen. Gib doch mal CTRL-C rüber!"
"Ja, ich werde es dem da draußen mal sagen – nee, ist gut, er weiß es schon."
"He, hier ist A, was soll denn der Quatsch mit dem CTRL-C, ich habe doch alles."
"Halt’s Maul, A, dein Bruder hat eine Scheibe gekriegt, die muß gelesen werden."
"Ja, jetzt sehe ich alles gut."
"Na, dann pack mal aus, er hat ‘B:Dir’ gesagt."
"Hier, lies!"
"Eh! Was ist denn das für ein Mist da in deiner Spur 0. Hast du kein vernünftiges Directory?"
"Doch. In Spur 4."
"Ach so. Na sag doch gleich, daß du eine SCP-Scheibe hast. Na, viel ist es ja nicht, was du da bringst."
"Ja, ich weiß. Ich habe 670 KB freie."
"Ruhe jetzt da! Der hat ‘POWER’ gesagt. Wer von euch hat POWER? A, hast du POWER?"
"Nein, ich hab keins."
"Dann geh runter vom Bus. B, hast du POWER?"
"Ja, ich habe. Und du?"
"Quatsch keine Opern. Stell deinen Kopf dorthin, ich muß das laden."
"Jawoll, Sir, es geht sofort los. – Hier bitte."
"Hallo, Prozessor, hier Speicher. Da kommt ein Haufen Zeug, wo soll denn das hin?"
"Bei 0100H fängst du an, und dann immer geradezu."
"Wieviel wird denn das, krieg ich das rein?"
"A, wie lang ist der Schinken?"
"16 K sind bei mir eingetragen."
"Speicher, 16 K freimachen! Alles andere evtl. rausschmeißen!"
"Was heißt da rausschmeißen – da brauche ich doch nichts rauszuschmeißen. 16 K habe ich locker frei. Oder denkst du..."
"Halt den Rand, und mach, was ich dir sage."
"Geht in Ordnung."
Eine Weile ist alles beschäftigt. Dann ist Power gestartet.
Der Nutzer macht eine Eingabe.
"Hier Prozessor. Alles herhören. Es kommt eine zentrale Maßnahme. Der da draußen hat ‘COPY *.COM B:’ gesagt. A, hast du das verstanden?"
"Ja, habe ich."
"Wieviele sind das bei dir?"
"34 Stück."
"Such Sie zusammen und gib mir die Namen, die müssen auf den Bildschirm, hurry! B, mach dich bereit, es kommen Klamotten."
"Alles klar, kann losgehen."
Auf dem Bildschirm erscheint ein Directory-Listing von 34 COM-Dateien, alphabetisch geordnet. Eine Weile herrscht Ruhe.
"Was ist denn nun, Prozessor, fehlt noch was? Mehr habe ich nicht. Was dauert denn nun wieder so lange?"
"Nun laß den doch erst mal überlegen! Du weißt doch, wie langsam diese biologischen Dinger sind. – Na, seht ihr, es geht schon los. Jetzt hat er 1 - 34 gesagt. Hätte er sich schenken können, die 34 hätte ich auch so gewußt. Hast du gehört, B, es kommen 34 .COM’s rüber."
"Ja, wieviel ist denn das zusammen? Krieg ich das alles rauf?"
"Weiß ich nicht. Wir fahren in Etappen. Speicher, 12 K freimachen! Ich lade sie dir, wenn voll ist, schieben wir das ganze nach B. Und B, du ordnest das ganze in Cluster."
"Hast du keine eigenen Probleme? Das brauchst du mir nicht zu sagen, das weiß ich selber."
"Ist ja schon gut. Wenn du voll bist, sagst du bescheid, dann melden wir’s ihm. Laß aber den letzten Cluster frei, sonst stürzen wir wieder ab."
"Das geht mich nichts an, das mußt du mit meinem Controller bereden. Ich lege das Zeug dorthin, wo der das festlegt."
Nun beginnt eine wohl organisierte Zusammenarbeit aller Teile der Anlage. Doch plötzlich...
"Hier A. He, Prozessor, was soll denn das! Mein Motor dreht ja auf einmal so langsam."
"Hier B, meiner auch!"
"Das kommt nicht von mir. Hier ist was anderes! Meine Betriebsspannung geht runter. Speicher, hast du noch Werte? He, Netzteil, was ist denn los?! Kommt da kein Saft mehr?! Hier geht alles drunter und drüber."
"Hier Netzteil. Mach mich doch nicht verrückt. Ihr braucht einen Haufen Strom, ich kann kaum noch liefern. - Verdammt! Ich kann die Spannung nicht mehr halten! Meine Elkos machen schlapp. Der Netzstecker! - - - - Der Ne tz ste ck er ist ra u s!!"
"Hier Prozessor. Laufwerke, sofort Köpfe einziehen!"
"Das geht nicht me hr !! I c h   ha be    kei  ne    Kr a f t        m e h r !"
"Es  i st     zu     E  n   d e!         W ir             s  t       e r     b   e        n !"
"-  --   --      ---  -        ---       -    - ."

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Aufgepaßt! Hier ist doch bestimmt auch etwas für den Verein zur Wahrung der deutschen Sprache (VWDS) dabei

Was Sie im Umgang mit Computern unbedingt wissen sollten.

Den meisten von uns ist klar, daß das englische Wort Computer vom Verb compute (rechnen, schätzen) kommt, daß ein Computer also ein Rechner oder Schätzer ist. Aber noch immer gibt es viele Zeitgenossen, die vielleicht gerade erst anfangen, sich mit diesem komplexen Thema etwas näher zu befassen. Der folgende Artikel soll all jenen helfen, die nicht mit einem Spielbuben (Game boy) aufgewachsen sind und die nicht schon von Kind auf all diese verwirrenden Begriffe wie eine Muttersprache auf natürlichem Wege erlernen konnten. Dazu wollen wir auch einige eingefleischte englische Vokabeln ins Deutsche übersetzen, damit jeder den Umgang mit Schätzern erlernen kann.

Mutterbrett und Riesenbiß

Beginnen wir vielleicht mit den einfachen Dingen, die wir sehen, anfassen und damit auch noch begreifen können. Alle Bausteine eines Schätzers werden als Hartware (Hardware) bezeichnet. Es ist sehr wichtig, daß man bei der Auswahl der Hartware sorgsam ist, denn nur auf guter Hartware kann die Weichware (Software) richtig schnell laufen. Bei der Hartware ist das Mutterbrett (Motherboard) von besonderer Bedeutung. Das Mutterbrett sollte unter anderem mit einem Schnitzsatz (Chip set) von Intel ausgerüstet sein. Damit auch anspruchsvolle Weichware gut läuft, müssen mindestens 16 Riesenbiß (Megabyte) Erinnerung (Memory) eingebaut sein. Natürlich gehört neben dem 31/2-Zoll-Schlappscheibentreiber (Floppy disk drive) auch eine Dichtscheiben-nur-Lese-Erinnerung (CD-ROM: Compact-Disc - Read-only-Memory) zur Grundausrüstung. Eine Hartscheibe (Harddisk) mit zwei Gigantischbiss (Gigabyte) dürfte für die nächsten zwei bis drei Jahre ausreichend Platz für Weichware und Daten bieten. Wenn wir unseren persönlichen Schätzer (PC) auch zum Spielen benutzen wollen, sollten wir uns neben der Maus auch noch einen Freudenstock (Joystick) und ein gutes Schallbrett (Soundboard), auch Tonkarte (Soundcard) genannt, anschaffen.

Winzigweich und Kraftpunkt

So, damit sind nun die optimalen Grundlagen für Einbau und Betrieb der Weichware geschaffen! Damit die Weichware auf unserer Hartware überhaupt laufen kann, braucht es ein Betriebssystem. Es empfiehlt sich heute, ein solches mit einem graphischen Benutzer-Zwischengesicht (Graphical user interface) zu installieren. Besonders weit verbreitet sind die Systeme Winzigweich-Fenster 3.1 (Microsoft Windows 3.1) und das neuere Fenster 95 des gleichen Herstellers. Für Leute, die mit ihrem Schätzer anspruchsvolle Arbeiten erledigen wollen, gibt es unter Fenster 95 das berühmte Büro fachmännisch 95 (Office professional 95). Dieses Erzeugnis besteht aus den neuesten Ausgaben der Weichwaren Wort, Übertreff, Kraftpunkt und Zugriff (Word, Excel, Powerpoint und Access). Damit stehen dem Benutzer alle wichtigen Funktionen wie Wortveredelung (Word processing), Ausbreitblatt (Spreadsheet), Präsentationsgraphik und Datenstützpunkt-Behandlung (Database management) zur Verfügung.

Aufsteller und Einsetzer

Wer selbst gerne Anwendungen entwickelt, kann dies unter Fenster beispielsweise mit dem modernen Sichtbar Grundlegend (Visual Basic) tun. Natürlich gibt es vor dem Gebrauch auch gewisse Hindernisse zu überwinden. Die Weichware muß zuerst via Aufsteller (Setup) oder Einsetzer (Install) auf der Hartscheibe eingerichtet werden. Das kann sehr viel Zeit brauchen, wenn sie ursprünglich auf Schlappscheiben geliefert wurde. Das Einrichten ab Dichtscheibe ist sehr viel angenehmer und schneller. Leider stellen aber auch hier die Aufsteller oft Fragen, die von vielen unverständlichen Begriffen nur so wimmeln. Aber die wollen wir uns ein andermal vornehmen.

Anhang: Kleines Wörterbuch

Aufsteller Setup
Dichtscheibe Compact Disk (CD)
Dichtscheiben-Lese-nur-Erinnerung Compact-Disc-Read-only-Memory (CD-ROM)
Einsetzer Install
Erinnerung Memory
Freudenstock Joystick
Gigantischbiß Gigabyte
Hartscheibe Harddisk
Hartware Hardware
Mutterbrett Motherboard
Riesenbiß Megabyte
Schallbrett Soundboard
Schätzer (auch Rechner) Computer
Schlappscheibentreiber Floppy disk drive
Schnitzsatz Chip set
Sichtbar Grundlegend Visual basic
Spielbube Game boy
Weichware Software
Winzigweich-Fenster Microsoft Windows

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Wenn Microsoft ein Restaurant betreiben würde

Gast: Herr Ober!
Ober: Hallo, mein Name ist Bill und ich werde Sie am heutigen Abend bedienen. Ihr Aufenthalt wird eventuell zum Zwecke der Qualitätssicherung überwacht. Kann ich zuerst Ihre Anschrift und Telefonnummer bekommen? Gut. Was kann ich für Sie tun?
Gast: Da ist eine Fliege in meiner Suppe.
Ober: Verlassen Sie das Restaurant und betreten Sie es neu, die Fliege ist vielleicht das nächste mal nicht mehr da.
Gast: Nein, die Fliege ist immer noch da.
Ober: Vielleicht essen Sie die Suppe falsch, probieren Sie es mit der Gabel.
Gast: Selbst wenn ich die Gabel verwende: Die Fliege ist immer noch da.
Ober: Paßt denn der Teller zur Suppe? Was für einen Teller verwenden Sie denn?
Gast: Einen Suppenteller.
Ober: Hmmm, das sollte eigentlich funktionieren. Vielleicht ist es ein Konfigurationsproblem. Wie wurde der Suppenteller gebracht?
Gast: Sie brachten mir den Suppenteller auf einem Unterteller. Aber was hat das mit der Fliege in meiner Suppe zu tun?
Ober: Können Sie sich an alles erinnern, bevor Sie feststellten, daß eine Fliege in Ihrer Suppe ist?
Gast: Ich setzte mich hier hin und bestellte die Tagessuppe.
Ober: Haben Sie schon daran gedacht, auf die neueste Tagessuppe umzusteigen?
Gast: Sie haben mehr als eine Tagessuppe?
Ober: Ja, wir wechseln stündlich die Tagessuppe.
Gast: Gut, was ist denn die jetzige Tagessuppe?
Ober: Die aktuelle Tagessuppe ist Tomatensuppe.
Gast: Prima, bringen Sie mir die aktuelle Tagessuppe und die Rechnung - ich bin mittlerweile spät dran.
Der Ober bringt die Suppe und die Rechnung
Ober: Hier ist alles: Die Suppe und Ihre Rechnung.
Gast: Aber das ist ja Kartoffelsuppe!?
Ober: Ja, die Tomatensuppe verzögert sich um ca. 6 Monate, in denen wir ein paar Klümpchen entfernen wollen.
Gast: Na, gut, ich bin so hungrig, ich esse die Kartoffelsuppe.
Ober geht
Gast: Herr Ober! Da ist eine Mücke in meiner Suppe.

Rechnung
Tagessuppe 80,00 Euro
Upgrade auf die neue Tagessuppe    40,00 Euro
Support 200,00 Euro
Fehler in der Tagessuppe ohne Aufpreis (wird ab Tagessuppe von morgen geändert)
Endsumme 320,00 Euro

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Der kleine und der große Bill

In einem kleinen Haus in Seattle sitzt der kleine Billy, vier Jahre alt, an seinem Tisch im Kinderzimmer und kritzelt auf einem Blatt Papier. Die Mutter, die sein Tun doch im Auge behalten will, ruft aus der Küche: "Billy, was machst du da schönes?" Billy antwortet: "Ich schreibe." Darauf die Mutter: "Was schreibst du denn?" "Ich schreibe ein Programm." "Und was für ein Programm schreibst du, Billy?" "Das weiß ich nicht, ich kann ja noch nicht lesen." Und so war der Anfang von Windows 95 gemacht.

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Auf dem Weg zur Arbeit springt Bill Gates ein Frosch entgegen. "Ich bin eine verzauberte Prinzessin, wenn du mich küßt, werde ich erlöst." Der Frosch wird in die Jackentasche gesteckt. In der Mittagspause quakt es wieder. "Bitte, bitte, küß mich und erlöse mich, ich bin eine verzauberte Prinzessin." Keine Reaktion. Als er abends in der Kneipe den Frosch vorführt, wird Bill gefragt, warum er den bettelnden Frosch nicht erhört? Seine Antwort: "Für eine Freundin habe ich keine Zeit, aber einen sprechenden Frosch finde ich cool."

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Bill Gates geht am Privatstrand seiner Villa spazieren. Auf einmal wird eine alte Flasche an Land gespült. Er nimmt sie, öffnet sie und es erscheint ein Flaschengeist. "Danke für deine Rettung aus der Flasche, Bill. Du hast nun einen Wunsch frei. Was es auch sei, ich werde ihn dir erfüllen." Bill überlegt und meint dann: "Hier ist eine Landkarte mit allen Krisen- und Kriegsgebieten der Erde. Ich möchte, daß dort überall Frieden herrscht." Der Geist nimmt die Karte, stöhnt, und meint: "Das ist einfach zuviel. Hunderte von Kriegen, sich hassende Menschen, religiöse Fanatiker. Ich bin doch nur ein einfacher Flaschengeist, das kann ich nicht alles wieder geradebiegen. Hast du nicht noch irgendeinen anderen Wunsch?" "Ich hätte da noch einen. Ich möchte, daß alle gröberen Fehler aus Windows 95 verschwinden." Der Flaschengeist wägt lange die beiden Wünsche ab und sagt dann: "Zeig mir doch noch mal die Landkarte."

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Microsoft hat einen Supercomputer entwickelt, der angeblich alles wissen soll. Ein Kaufinteressent möchte ihn vor dem Kauf testen und stellt eine Testfrage: "Wo ist mein Bruder zur Zeit?" Bill Gates gibt die Frage ein, der Computer rechnet, dann gibt er aus: "Ihr Bruder sitzt in der Boeing 747, Flug Nr. LH 474, nach Peking. Er wird dort mit der Firma Osuhushi einen Vertrag über 2,34 Mio. Dollar abschließen über die Lieferung von 835 Stück..." (weitere exakte Informationen folgten). Der Käufer ist begeistert, will aber noch einen Test machen. Er läßt fragen: "Wo ist mein Vater zur Zeit?" Wieder rechnet der Computer und gibt aus: "Ihr Vater sitzt am Mississippi und angelt." "Haa!", schreit der Käufer: "Wußte ich’s doch, daß er nicht alles weiß. Mein Vater ist seit 5 Jahren tot." Bill ist bestürzt. Er überlegt. Dann gibt er die Frage noch mal zur Kontrolle ein und dazu die Angabe des Kunden. Der Computer rechnet länger und gibt dann aus: "Tot ist der Gatte Ihrer Mutter. Ihr Vater sitzt am Mississippi und angelt."

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Dicker Nebel im Staate Washington. Ein amerikanischer Learjet hat sich verflogen und die Orientierung völlig verloren. Nur einige Hochhäuser ragen aus dem Nebel heraus. Der Pilot kreist um das oberste Stockwerk eines Bürohauses, lehnt sich aus dem Cockpit und brüllt durch ein offenes Fenster: "Wo sind wir?" Ein Mann blickt von seinem PC auf und sagt: "In einem Flugzeug." Der Pilot dreht eine scharfe Kurve und landet 5 Minuten später mit dem letzten Tropfen Treibstoff auf dem Flughafen von Seattle. Die verblüfften Passagiere wollen wissen, wie der Pilot es geschafft habe, aus dieser Bemerkung die Orientierung wiederaufzunehmen. "Ganz einfach", sagt der Pilot. "Die Antwort auf meine Frage war kurz, korrekt und völlig nutzlos. Ich habe also mit der Microsoft-Hotline gesprochen. Das Microsoft-Gebäude liegt 12 Meilen westlich vom Flughafen Seattle, Die Bahnrichtung ist 19, ergo gelangt man mit Kurs 87 Grad auf den 7-km-Punkt des Landekurses."

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Bill Gates besichtigt den Rohbau seines neuen 50-Mio.-Dollar-Bürogebäudes. Bei der Inspektion der Netzwerkinstallation stürzt er 20 Meter tief in einen Kabelschacht. Schwerverletzt wird er geborgen. Um Mitternacht betritt ein Geist die Intensivstation: "Ich habe zwei Nachrichten für Sie, Herr Gates, eine gute und eine schlechte." "Zuerst die gute", bittet Bill Gates. "Wir haben im Himmel alle PCs auf Windows 95 umgestellt." "Toll, und wie lautet die schlechte Nachricht?" "Wir haben jede Menge Probleme, und ich nehme sie jetzt mit zum Troubleshooting."

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Bill Gates ist gestorben. Kommt er in den Himmel oder in die Hölle? Petrus öffnet die Tür. In einem Ballsaal spielt eine Band auf. Kellner wieseln umher. Kurz: Wein, Weib und Gesang. "Toll", sagt Bill, "da will ich hin." "Aber das ist die Hölle", warnt Petrus und öffnet die zweite Tür: "Da ist der Himmel." Rentner spielen in der Ecke Karten, in einer anderen sitzen die Leute vor dem Fernseher. "Keine Frage", beteuert Bill, "ich will in die Hölle." Zehn Minuten später steckt er bis zu den Hüften in der Lava, Teufel brennen ihm die Haare vom Kopf. "Wo ist der Ballsaal, wo ist die Band?", jammert Bill. "Das war eine Demo", antwortet eine Stimme.

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Sein eigenes Opfer. Oder?

Bill Gates hat als persönliche Entwicklung WinDoc 5.00 (Windows für Ärzte, V 5.00) herausgebracht und in den größten Krankenhäusern vermarktet. Das System steuert komplex alle technischen Einrichtungen eines Krankenhauses von der Küche bis in den OP. Ironie des Schicksals, daß Gates mit einer Appendizitis in ein solches Krankenhaus eingeliefert wurde. In der Aufnahmediagnose stürzte das Stethoskop des Arztes ab, nach dem es eine Lungenentzündung diagnostiziert hatte. Der Fehler war jedoch korrigierbar, weil der Absturz rechtzeitig bemerkt wurde. Die nachfolgende Wertezuweisung von Zimmernummer und Bett durch die Notaufnahme funktionierte komplikationsfrei. Durch Ressourcenüberlastungen im Küchenmodul bekam Bill dann eine Diät, die weder schmeckte, noch sättigte, aber die Gesundheit beeinträchtigte. Dann kam es zur Operation. Der Anästhesist, der auf das System voll vertraute, bemerkte zu spät, daß durch einen "Out Of Memory Error" eine parametergesteuerte Regelschleife nicht funktionierte und deshalb die Zufuhr des Narkotikums alle 4 s verdoppelt wurde. Erst der Operateur bemerkte es, als Bills Nabel blau blinkte. Die sofort eingesetzte Herz-Lungen-Maschine lief normal an, meldete aber bereits nach Sekunde 23 eine allgemeine Schutzverletzung im Modul HeLuMa.EXE an Adresse 0DDF-EXEX, wodurch sofort aus Sicherheitsgründen die Sauerstoffzufuhr blockiert wurde. Der automatisch eingeleitete Havariedatenabruf von Zentralserver (WinDoc NT 4.4) erbrachte die Erkenntnis, daß eine Reanimation durch Elektroschock unvermeidlich war. Die Elektroden wurden angelegt, das Hochfahren des Systems "Reanima" dauerte 5:45 min. Durch einen bisher nicht bemerkten Installationsfehler – als Standardwert wird beim Laden des Spannungsmoduls "Elefant" eingestellt – führte dann das System den ersten Stromstoß mit der vierfachen Spannung für die Dauer der dreifachen Maximalzeit aus. Dadurch sprach die sekundär gelegene Protection fuse an, das System stürze mit der Meldung ab, daß nach Auswechseln dieser Sicherung ein erneutes Hochfahren in ca. 25 min möglich sei. Der leitende Oberarzt stellte fest, daß dieser Reanimationsversuch bereits zu spät kam, Bill war zu diesem Zeitpunkt schon verstorben. Zur Zeit ermittelt der Staatsanwalt in dieser Sache. Die Untersuchungen erstrecken sich unter anderem auch auf den Verdacht eines High-Tech-Suizits des Verstorbenen.

Das Bill-Gates-Gebet

Vater Microsoft, der Du bist auf meiner Platte,
geheiligt werde Dein Windows,
Dein Update komme,
Dein Bugfix geschehe,
wie in Windows also auch in Office.
Unser täglich MSN gib uns heute,
und vergib uns unsere Raubkopien
so wie wir vergeben unserer Telekom.
Und führe uns nicht zu IBM,
sondern erlöse uns von OS2.
Denn Dein ist das DOS und das Windows und NT
in Ewigkeit.
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