Ersteinstellung: 20.06.2004     
Zuletzt bearbeitet: 27.02.2017     

Kurz und bündig
in wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht.

Bemerkungen zu sprachlichen Details


Eisenhaltiges Mittagessen     27.02.2017

Der Gastwirt ist vermutlich ein Umschüler. Er war früher Eisenbahner. Gefunden in https://foodandblood.wordpress.com/category/verschiedenes/fundstucke

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Elektrisches aus der Landwirtschaft     04.11.2014

Immer schön erden, damit die Milch keine Funken schlägt.

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Also, ich muß doch sehr bitten!     05.09.2014



Und dann immer noch so teuer!
Gefunden von meiner Enkelin Clara bei Netto in Strausberg.

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Wlies?     24.01.2013


Gemeint ist eine Fleece-Heizdecke. Man kann's aber auch so schreiben.
Gefunden bei ALDI in Beelitz.

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Ein Irrtum der Deutschexpertin     24.12.2012

Unter der Adresse http://www.neue-rechtschreibung.net/2009/12/07,
Titel "Neue Deutsche Rechtschreibung - Tipps von der Deutsch-Expertin" findet man

"Alle Jahre wieder erhalte ich Weihnachtskarten, in denen mir ein gutes Neues Jahr gewünscht wird. Während ich mich über die Wünsche immer sehr freue, tut mir der orthografische Fehler natürlich im Herzen weh.
Die große Frage in diesem Zusammenhang ist: Warum schreibt man der Heilige Abend, aber ein gutes neues Jahr? Das liegt daran, dass der Heilige Abend als Eigenname gilt und deshalb das dazugehörige Adjektiv großgeschrieben wird. Das neue Jahr hingegen gilt nicht als Eigenname, weshalb das Adjektiv kleingeschrieben wird."


Hier irrt die Deutschexpertin: Die Begründung, es handle sich nicht um einen Eigennamen, ist falsch. Wenn das periodisch wiederkehrende neue Jahr gemeint ist, schreibt man neu als Attribut zu Jahr klein. Bei den Wünschen zum Neuen Jahr geht es jedoch um das bevorstehende, das in Kürze beginnende Jahr, das in diesem Zusammenhang (und nur in diesem) den Namen Neues Jahr trägt. Deshalb wird Neu großgeschrieben.

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Kannibalenkneipe?     27.10.2012

Na, so was:

Das schaffen doch zwei Erwachsene gar nicht. ... Ja, die lieben Satzzeichen! Ein einziges fehlendes Komma kann sehr makabere Folgen für den Satzinhalt haben.
Bildquelle: Spiegel online, daselbst eingesendet von Freddie Rafferty.

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Réne-wab-le?     21.04.2012

Die Havelländischen Stadtwerke bieten als Partner der EMB (Energie Mark Brandenburg GmbH) auch umweltneutrale Elektroenergie an, die vollständig aus Wasserkraft hergestellt wird. Vom TÜV Rheinland wird dafür ein Siegel vergeben, das "RenewablePLUS-Siegel". Sachlich und fachlich sicher glaubwürdig, aber sprachlich eine Katastrophe. Hätte man statt "-Siegel" einen der Begriffe -chop, -seal oder -logo verwendet, wäre es immerhin Englisch gewesen und man hätte es auch so gesprochen. Mit "-Siegel" am Ende aber neigt der Deutschmuttersprachler dazu, es nach den deutschen Phonetikregeln zu sprechen, also Réne-wab-le-Siegel, insbesondere die Menschen, die nicht Englisch können. Fragt man sich doch, ob es dem Urheber des Begriffes möglicherweise peinlich ist, "Erneuerbarkeitssiegel" zu sagen. Hier nimmt, wie man sieht, der Angeberdrang, das Deutsche zu veranglifizieren, schon groteske Züge an. Englisch muß es sein, auch wenn es völlig unpassend ist.

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Geschnitztes Fleisch oder was?     16.06.2010

Bei EDEKA kann man einen wunderbaren Lachsschinken kaufen:

Dazu ein Auzug aus www.leo.org, englisches Wörterbuch:

Nun kann man sich aussuchen, was man darunter zu verstehen hat. Die Verfasser der Fleischbenennung hätten besser vorher mal an derselben Stelle im Wörterbuch nachgesehen - oder es gleich deutsch benannt, um solche Entgleisungen zu vermeiden.

Nun wies mich ein Verwandter daraufhin, graved sei nicht englisch, sondern dänisch oder schwedisch. Na, prima. Beschriften wir doch demnächst unsere Waren chinesisch oder koreanisch, oder vielleicht arabisch? Wir können alle Sprachen verwenden, nur nicht deutsch. Das sollten wir in Deutschland unterlassen.

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Das häufigste Wort der mündlichen deutschen Rede     19.02.2010

Das mit Abstand am häufigsten benutzte "Wort" in der mündlichen deutschen Rede ist

ääh

dicht gefolgt von

äähm.

Manche bringen es auf stattliche 4- bis 6mal in jedem Satz, obwohl alle wissen, daß es keine Bedeutung hat und eine reine Fehlartikulation ist. Solche in der Sprachwissenschaft Diskurspartikel genannten Einfügungen sind für den Zuhörer eine Zumutung. Man kann ja auch an der Stelle, an der ein Gedanke formuliert werden soll und die Wörter noch nicht ganz präsent sind, eine Sprechpause einlegen und weitersprechen, wenn die Formulierung fertig ist. Die meisten aber befürchten sicher, daß man ihnen in einer solchen Pause das Wort abschneidet und sie zur Vermeidung dessen die Pause mit Lärm anfüllen müssen. Viele beginnen sogar ihre Antwort auf eine Frage mit mehreren "äähm". Das ist der Drang, mit dem Reden zu beginnen, wenn man noch gar nicht weiß, was man sagen will. Und man kann nicht behaupten, es seien alle "ääh"-anhäufenden Redner sprachlich ungebildet. Vielmehr betrifft es alle Schichten; Germansiten, Journalisten, Moderatoren in den Medien, Politiker - einfach alle. Es ist eine höchst lästige Unsitte, mit der man seine Zuhörer malträtiert, so daß sie sich sehr bald abwenden.
Der Meeraner Schriftsteller Wolfgang Eckert sagte dazu sarkastisch aber treffend: "Wenn es so weitergeht mit der deutschen Umgangssprache, werden die Bücher kommender Generationen nur noch gestottert."

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Die ganz besondere Rechtschreibung     05.01.2010

Im Handelszentrum in Strausberg findet man ein Blumengeschäft mit der Überschrift

Zugegeben, der Geschäftsinhaber ist kein Deutscher. Aber es scheint in dem Handelszentrum auch unter den Einheimischen niemanden zu geben, der sich ein wenig um die deutsche Sprache kümmert. Rechtschreibung ade! Wir brauchen keine Sprachkultur mehr. Wir haben ja Multikulti.

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Was mag das wohl sein?     15.12.2009

In der Beelitzer Herrmann-Löhns-Straße steht neuerdings vor dem Haus Nr. 24 ein Zelt. Daran sind zwei Transparente besfestigt mit der Aufschrift

Was in dem Zelt geschehen soll, ist nicht recht klar. Tritt man dann näher heran, erkennt man: es wird Räucherfisch verkauft. Gute Ware, wunderbar. Nur erhebt sich die Frage, warum das nicht drangeschrieben wird. Und wenn es - was völlig unverständlich ist - unbedingt Englisch sein muß, müßte man wenigstens einmal nachschauen. Räucherfisch heißt englisch Kipper oder, wenn es um Räucheraal geht, smoked eel oder auch smoked salmon - Räucherlachs oder aber bloater - Räucherhering. Viele Möglichkeiten, nur nicht smoky fish. Das ist allenfalls ein rauchender oder auch qualmender Fisch. Und was das sein könnte, bedarf dann aber doch einer näheren Erklärung. Nachsatz: Nicht mit Dingen angeben, die man nicht beherrscht.

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Die Hamburger Bürgerschaft und die deutsche Sprache     15.07.2009

Die Bürgerschaft streitet um das neue Pixi-Kinderbuch. Die dabei erörterten "Probleme" können jedoch Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieses Parlamentes nicht mehr unterdrücken.

Quelle: Bildzeitung

Aus Gründen der Gleichstellung der Frau darf die Symbolfarbe rosa für Mädchen nicht mehr sein - blau muß her, männlich müssen die Mädchen sein! Und Bruno darf ein Junge in einem deutschen Kinderbuch auch nicht heißen, Aydan muß rein, Bruno raus. Und ein Rollstuhlfahrer muß rein, damit das Kinderbuch behindertengerecht ist. Wie tickt eigentlich so ein Parlament?

Aber es kommt noch derber: Das Rednerpult im Parlament heißt jetzt "Redepult" - um die Frauen nicht zu benachteiligen. Bei dem Vorschlag soll niemand gelacht haben. Das läßt wohl nun doch den Schluß zu, daß dort keiner richtig deutsch kann. Über zwei Dinge muß im Hamburger Parlament viel dringender gesprochen werden:

  1. Die deutsche Sprache ist kein Bastelobjekt für Politiker.
  2. Der Unterschied zwischen grammatischem Genus und biologischem Geschlecht einer Kategorie bedarf einer parlamentarischen Klärung. Damit auch Politiker endlich den Unsinn der sogenannten Gleichstellungsgrammatik verstehen lernen.

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Outdoor     14.06.2009

In einem Bekleidungsgeschäft am Sassnitzer Hafen findet man:

Englisch muß her, auch wenn es überflüssig ist. Oder gibt es auch Indoor-Wetterjacken? Also Wetterjacken für die Wohnstube? Die verkrampfte Spracheinstellung erkennt man auch an der Benennung des Geschäfts: "Blue Sea Fashion". Nur nicht deutsch mit den Kunden umgehen, vielleicht kaufen sie gar nichts, wenn sie merken, daß die da drin nicht Englisch können.

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Zum Mitnehmen     14.06.2009

Gleich nebenan im

findet man das Angebot:

Der zweite Teil der Tafel ist völlig nutzlos. Aber sicher geht man hier davon aus, daß nicht jeder wissen kann, was "Coffee to go " bedeutet. Dann hätte man doch aber die deutsche Übersetzung "außer Haus" wenigstens richtig schreiben können.

Zur Ehrenrettung kann ich aber reinen Gewissens anfügen: Die angebotenen Gerichte des Hauses sind von erlesener Qualität. An der Sprache jedoch muß noch gearbeitet werden.

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Aus dem Tierreich     05.02.2009

"Auf einen Blick", Nr 6/2009, gestalterisches Meisterstück einer Fernsehzeitung:

Der Hund Heidi - zweifelsfrei der schönste.

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Baby-Watching?     21.01.2009

Kennen Sie Baby-Watching? Unerklärt nicht ohne weiteres verständlich. Es ist eine Aktion, bei der eine Mutter mit ihrem Kleinstkind in einen Kindergarten geht und es dort in eine Gruppe integriert. Nach Erkenntnis der Pädagogen nützlich für beide Seiten. Das ist bei kurzem Nachdenken gut vorstellbar. Aber den Begriff muß man besonders in Bayern feinfühlig erklären. Liest man es dort wie es dasteht mit der ortseigenen Phonetik, könnte der Verdacht entstehen, das Kleinstkind wird verhauen.

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Jetzt neu in Beelitz: Kick verkauft Menschen zu Vorzugspreisen     12.12.2008

Das neueröffnete Kick-Textilhaus in Beelitz handelt abweichend von seiner Bestimmung auch mit Menschen. Also nichts wie hin, wer noch nichts passendes hat - die Preise sind zur Zeit moderat.

Selbstverständlich sind Kinder etwas teuerer.

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Na, das wird schmecken!     01.10.2008

Eine Einladung im Vestibül des Karstadt-Kaufhauses in Potsdam, Brandenburger Straße:

Wunderbar. Einen Vorschlaghammer für den Vati, drei Gummihämmer für Mutti und die Kinder. Guten Appetit!

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"buddy index"?     01.09.2008

Ein Ladentitel in Potsdam, Dortustraße:

Was bitte? Eine Kameradenliste? Ein Kumpelanzeiger? Oder vielleicht ein Speziverzeichnis? Man kommt bei dieser eindeutigen Aussage schon ins Grübeln, was da drin wohl angeboten wird. Sicher ist nur: Für Potsdam (liegt mitten in Deutschland) eindeutig daneben.

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Der Handel mit den Damen     01.09.2008

Werbeaushang in einem Textilgeschäft in Potsdam, Dortustraße:

Endlich mal was praktisches. Man will ja nicht immer gleich die ganze Dame.
In Bad Harzburg hingegen bekommt man sie nur im ganzen:

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"Reading Room", ein Bücherforum der Frankfurter Allgemeinen...     25.04.2008

... vermutlich für Bücher in englischer Sprache. Es ist wie eine Glosse: Dort wird unter anderem auch die Frage diskutiert, ob die deutsche Sprache eine Zukunft hätte. Nun, Menschen, die die Zukunft der eigenen Muttersprache in Frage stellen oder wie Mr. Governor Ottindscher meinen, sie werde wohl als Freizeitsprache erhalten bleiben, kann ich nicht so ganz zum deutschen Volk zählen. Deutsch ist die Muttersprache mehrerer Völker in Europa. Und die Völker werden sich wohl kaum darum scheren, was eine Clique globalisierungsmanischer Außenseiter von der Zukunft ihrer Sprache hält. Aber es scheint sehr nötig zu sein, diesen abgehobenen Arroganzen eine aktive Kraft für die Pflege der deutschen Sprache entgegenzustellen.

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Das besondere Zitat     20.03.2008

NDR-Fernsehen, 20.03.2008, 15:15 Uhr, Expeditionen ins Tierreich, Marderhunde vom Amur bis zu Elbe.
Zitat:
"Marderhundepaare bleiben ein Leben lang zusammen, es sei denn, einer stirbt."

Die Logik grinst, der Zuschauer kratzt sich am Kopf. Auch der Sprecher, Volker Lechtenbrink, hat es nicht bemerkt, hat es so vorgetragen, wie es im Text stand.

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Reformchaos nun endgültig?     03.08.2007

Seit 01.08.2007 ist nun die Rechtschreibreform "endgültig" eingeführt. Aber die Fehler sind alle noch drin:



All das ist nur ganz oberflächlich aus einer Zeitung herausgefiltert, was beim Lesen so ins Auge fiel. Geht man gründlich vor, findet man ein vielfaches, mit dem der Rahmen dieser Rubrik gesprengt würde.
Damit ist nun wohl der Ruin der deutschen Schriftsprache "endgültig" besiegelt!

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Politikerdeutsch     16.07.2007

NDR, 16.07.2007 - 10.00 Uhr, Interview mit einem norddeutschen Politiker:
"Wenn ein Vorfall, wie es im konkreten Fall in Vattenfall der Fall ist, in solcher Weise eskaliert, muß man den Fall neu überdenken."

Gesagt hat er nichts, aber die Wortwahl hat im konkreten Fall allenfalls Einfallsreichtum.

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Flache Beiträge - besonders sprachlich verflacht     03.07.2007

Ach, was wir doch heute alles für flache Beiträge haben. Die "Flatrates" sprießen wie Unkraut aus allen Bereichen. Selbst beim Alkoholkonsum haben wir Flatrates, mit denen sich Jugendliche ohne nennenswerte Kosten zu Tode saufen können. Da gibt es Telefonflats, DSL-Flats, Internetflats, Handyflats und viele andere. Ein Hoch der Flaterei! Was mich angeht, so habe ich für meine Datenträgerleitung einen Vertrag mit einem Pauschaltarif. Das versteht jeder Deutsche, auch ohne erst nachschlagen zu müssen, was es denn bedeutet.

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Noch immer verstehen es einige Journalisten nicht      18.06.2007

"Zur Bewältigung unserer gesellschaftlichen Probleme müssen wir alle zusammen arbeiten", las ich vor Tagen in einer Zeitung. Ja, logisch. Denn wenn wir alle zusammen nicht arbeiten, wird es nichts. Und wenn wir alle zusammen arbeiten, reicht das auch noch nicht. Es ist schon notwendig, daß wir alle zusammenarbeiten. Um das zu verstehen, braucht man kein "Regelwerk" der neudeutschen Sprachschinder. Einfaches Sprachgefühl des Deutsch-Muttersprachlers genügt, um zu verstehen, daß man die Getrennt- und Zusammenschreibung nicht mit den Willkürvorstellungen der Reformbetreiber "regulieren" kann.

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Sprachpfleger und andere Deutsche      22.11.2006

           

Herr Bastian Sick ist Autor des Buches "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". Nun schon in dritter Folge. Inhaltlich vorzüglich: Lehrreich, witzig, unterhaltsam - mit einem Wort: Wertvoll. Ein Bestseller. Leider aber mit einem demutsvollen Diener vor den Deformierern des Deutschen in reformierter Orthographie abgefaßt - sehr wertmindernd. Bedenkt man nun auch noch, daß er an vielen Stellen seiner Bücher gegen die Rechtschreibreform auftritt, kann man's eigentlich gar nicht mehr verstehen. Ich kann nur sagen: Die Rechtschreibung von Herrn Sick ist der deutschen Sprache ihr Tod. Er kommt mir vor wie einer, der mit dem Schnapsglas in der Hand gegen alkoholische Getränke schimpft.

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Rechtschreibung in Hochform      15.10.2006

Im Wildgehege in Glau nahe Trebbin (etwa 20 km südlich Potsdams) - eine sehr empfehlenswerte Einrichtung für jeden Naturfreund - findet der Besucher auf dem Rundgang eine Informationstafel über die Entwicklung des Waldes. Fachlich hochinteressant, jedoch an einer Stelle muß man schmunzeln. Nach dem Text "...entwickelt sich der Wald folgender Maßen:...". Ja, ja. So etwas passiert, wenn man mit der unterwürfigen Verbeugung vor dem Rechtschreibdiktat der Obrigkeit allzu eifrig vorgeht.

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Rechtschreibreformbefürworter      10.03.2005

Kürzlich hatte ich Kontakt mit Befürwortern der Rechtschreibreform, die zu den "neuen" Regeln der Worttrennung am Zeilenende den folgenden Kommantar hatten. Ihnen war unverständlich, daß ich mich so sehr darüber ereifere, meine Beispiele (Alto - boe, Subs - tanz, Tee - nager, Obst - ruktion, alla - bendlich und andere.) seien Unfug, denn kein vernünftiger Mensch würde so trennen. Ich habe dazu angefragt, wozu sie denn für diese Regel einträten, wenn kein vernünftiger Mensch sie anwende.

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Der letzte Schritt      04.08.2005

Mit der Rechtschreibreform wurde die deutsche Sprache gründlich ruiniert. Bis 01. August 2005 standen wir am Rand vor einem Abgrund. Dann wurde der letzte Schritt angeordnet. Jetzt liegen 14 Bundesländer unten. Zwei stehen noch.

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Haben Wahlen eigentlich Sinn?      03.12.2004

In Schleswig-Holstein hat sich das Volk in einem Volksentscheid am 27. September 1998 mehrheitlich gegen die Rechtschreibreform ausgesprochen, jedoch bereits nach einem Jahr, am 17. September 1999 wurde der Entscheid durch Landtagsbeschluß annulliert. Unverständlich bleibt nun, daß Politiker sich wundern, wenn in Brandenburg die Wahlbeteiligung an einer Landtagswahl weit unter 50% bleibt.

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Falscher Stolz      28.11.2004

Die Kinder in Deutschland lassen sich gern "Kids" nennen. Die Grundbedeutung von Kids ist aber Zicklein, kleine Ziege, Kitz oder aber Ziegenleder, während die Bedeutung Kinder in allen durchsuchten Wörterbüchern als Slang ausgewiesen ist. Wenn ich ein Kind wäre, würde ich mich nur ungern so nennen lassen.

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Sprachkenntnisse?      21.07.2004

Drug store. In Waren (Müritz) gibt es in Hafennähe eine sehr hübsch gestaltete Einkaufspassage, darin befindet sich ein Laden mit dem Namen "drug store". Die Inhaberin muß wohl nicht gewußt haben, was es heißt, denn sie verkauft Geschenkartikel, allerlei Andenken, Postkarten mit Briefmarken, eine begrenzte Anzahl Landkarten und Stadtpläne, vieles andere mehr - aber nichts, was in eine Drogerie oder eine Apotheke gehört. Meine Empfehlung dazu: Ein Wörterbuch nehmen und einfach mal Vokabeln lernen.

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Rushhour oder Rush hour, auch Rush-hour. Es fällt mir immer öfter auf, die meisten Deutschen sagen Rush our statt "rush hour". Auch die, die von sich selbst gern sagen, gut englisch zu können. Sagen wir dann auch "An Atomie" oder vielleicht "Ök Onomie" oder "Fin Anzen"? Nun, wenn man Rush hour nicht sprechen kann, sollte man wohl besser Berufsverkehr sagen, das wird in Deutschland jeder verstehen und es klingt auch weniger angeberisch.

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Woodmaster. Mit diesem Namen wirbt eine Firma am Eingang zu Potsdam aus Richtung Süden (B2). Ins Deutsche übersetzt: Waldmeister. Schlußfolgerung: Ein Limonadenhersteller. Oder? Nein. Es handelt sich um einen Tischler. Wer hätte das gedacht!? Das kann man nicht ahnen, denn Tischler heißt englisch joiner, handelt es sich ums Tischlerkunsthandwerk, heißt er cabinet-maker. "Woodmaster" gibt es im Englischen nicht. Wie ich also oben schon sagte: Einfach mal Vokabeln lernen.

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(Nachsatz. Für viele Deutsche scheint es einen Zwang zu geben, immer und überall beweisen zu müssen, daß sie Englisch können. Nicht nötig. Die Englisch können, lächeln über solche Marotten, die nicht Englisch können, verstehen nichts. Für beide ist der Beweis ohne Wert.)

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Rechtschreibreform      04.07.2004

Neudeutsch in einer DPA-Meldung vom 29.06.2004 auf der Greenpeace-Magazin-Seite: "Bombay setzt im Kampf gegen Menschen jagende Leoparden auf Schweine." So ein Irrsinn! Die kämpfen dort gegen Menschen. Und wie kriegen die die jagenden Leoparden auf die Schweine?

Dann folgt dazu eine Erklärung:
Neu Delhi (dpa) - Im Kampf gegen Menschen jagende Leoparden setzen Behörden in Vororten der indischen Finanzmetropole Bombay auf Schweine und Hasen. Sie sollen als Beute die Raubkatzen vom Menschen "ablenken".... Aha! Der letzte Satz erklärt es. Davon steht aber in der Titelzeile und im ersten Satz nichts.
Wenn Sie es nun dennoch nicht verstanden haben, übersetzen Sie es einfach in richtiges Deutsch: "...menschenjagende Leoparden...". Daß die das nicht merken, die Herren Journalisten!

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Werbewirksam?      01.07.2004

Die meisten deutschen Werbefachleute scheinen sich ihrer Muttersprache zu schämen. Sie reden auf die deutschen Kunden in Englisch ein, bemerken dabei nicht, daß sie mit Millionenaufwand an der Hälfte ihrer Kunden vorbeireden, nicht verstanden werden und damit ihren Werbeetat nutzlos in den Sand setzen.

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Kinder und Sprache      20.06.2004

Meine Enkelin Clara, 4 Jahre, hatte neulich aus ihrem natürlichen Sprachgefühl heraus einen durchaus brauchbaren deutschen Ausdruck für "Bauchnabel-Pearcing" hervorgebracht: "Bauchnagel".

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Wird fortgesetzt