bearbeitet: 28.01.2005     

Hier spricht ein Weltmeister im Jammern

Die Bildzeitung vom 27.01.2005 druckt auf Seite 1 unten folgenden Beitrag:

Ach, was ist das doch für eine wunderbare Studie, die mit solchem Zynismus an die Probleme der einfachen Menschen herangeht! Es seien die Fragen gestattet: Wer bezahlt solche Studien? Mit wessen Geld? Zu welchem Zweck werden sie angefertigt? Auf welcher wissenschaftlichen Grundlage?

Hier nur eine ganz grobe Zusammenstellung einiger Tatsachen:

Auf derselben Seite wie das Faksimile oben kann man lesen:

Jeder der Bosse erhält also im Monat mal einfach so 10.000,- Euro mehr. Für jeden dieser 8 müssen also 8 bis 10 Mitarbeiter entlassen werden, um diese "Zuwendungen" auszugleichen. Das nennt man wohl "soziale Gerechtigkeit", wie ich jüngst lesen konnte.

"Anpacken statt Einpacken", heißt es in der ominösen Studie, sei der Grund für die Krisenbewältigung in den USA. Hier, Herr Schöppner, liegt der Kardinalfehler dieser sogenannten Studie. Wie denn anpacken bitte, wenn man keine Arbeit hat und auch keine Aussicht, eine zu bekommen? Wie denn anpacken bitte, wenn der arbeitende Mensch politisch ignoriert wird und nach den Wahlen nichts mehr zu melden hat? Der Mensch aus dem Volke hat keine Möglichkeiten, keine Mittel, keine Macht und überhaupt keine Chance, diesem verkorksten System auf die Beine zu helfen, in dem jeder, der kann, alles unternimmt, um mit Macht, Korruption, Betrug und anderen zur Verfügung stehenden kriminellen Mitteln für sich persönlich das größte Stück vom Kuchen des Volksvermögens abzuschneiden. Ein Politiker muß in seiner Funktion nur ein bis zwei Jahre halbwegs ausharren, und schon hat er eine Altersversorgung sicher, von der die Menschen, die wirklich arbeiten müssen, nur träumen können. Das nennt man "soziale Gerechtigkeit", wie ich jüngst lesen konnte. Liegt nicht hier der wahre Grund dafür, daß Menschen in die Politik gehen wollen? Sie wollen politisch gar nichts bewegen, verlockend sind nur die Privilegien und der damit leicht zu erlangende Reichtum.

Wer soll sich darüber wundern, wenn Menschen, die es sich leisten können, das Land verlassen? Das Leben in Deutschland ist unattraktiv geworden. Es gibt Dinge, mit deren Kenntnis man sich schämt, ein Deutscher zu sein. Michael Schumacher spendet Millionen für die Flutopfer in Südasien. Aber das wird gleich laut kritisiert, es brächte Steuerverluste. Und so sieht man an allen Enden: Die Politiker haben den Boden unter den Füßen verloren. Der Bezug zur Realität ist abhanden gekommen. Herr Schröder tritt auf und agitiert: Jeder, der es könne, solle doch ein Kind adoptieren. Ja, natürlich weiß er nicht, welche peinlichen Offenbarungen der Normalbürger dafür leisten muß und welche immensen Kosten das verursacht. Für ihn ist das ohne Zweifel ganz einfach.

So ist Deutschland. Und mit solchen Führungskräften kann es auch gar nicht anders sein. Es muß dringend etwas grundsätzliches geschehen. Bald. Sonst geht das System den Bach runter, wie einst die DDR, in der auch das Volk übergangen wurde.