Warnung vor der Benutzung der Geldautomaten der Deutschen Bank:

Ein Richterspruch, der mir zu denken gibt

Die nachfolgende Beschreibung eines Vorganges mit der Deutschen Bank ist durchaus geeignet, den Glauben an die Rechtsstaatlichkeit in unserem Lande zu untergraben. Wenn die genannte Bank einen Betrug inszeniert, ist nicht ausgeschlossen, daß der durch richterliches Urteil für rechtsgültig erklärt wird. Aber der Reihe nach.

Am 01.08.2014 habe ich versucht, von einem Geldautomaten der Deutschen Bank am Standort 15344 Strausberg, Große Straße 63, einen Betrag in Höhe von 850.- Euro abzuheben. Obwohl der Automat die Mitteilung machte, die Auszahlung könne nicht erfolgen und ich deshalb kein Geld bekam, wurde der Betrag rechtswidrig am 04.08.2014 von meinem Konto bei der HypoVereinsbank eingezogen.

Der benutze Geldautomat befindet sich in einem offen zugänglichen Raum, dem keine Filiale der Deutschen Bank angeschlossen ist. Darüber hinaus gibt es in Strausberg an keiner Stelle einen Ansprechpartner der Deutschen Bank. Auf der am Automaten angegebenen Service-Hotline 069 91010000 erreicht man Herrn Thomas Schreder, der jedoch außer schmalzigen Erklärungen zur Sicherheit der Automaten keinen sachdienlichen Hinweis geben kann. Um eine konstruktive Auskunft zu erhalten, führte ich ein Telefongespräch mit dem Leiter der nächstliegenden Filiale der Deutschen Bank in 14467 Potsdam, Charlottenstr. 40, Herrn Jan Heuer, Tel: 0331 28480, der jedoch nach ebenso langatmigen Erklärungen über die Zuverlässigkeit der Automaten erklärte, für die Automaten in Strausberg nicht zuständig zu sein.

Ich wandte mich nun hilfesuchend an die in Strausberg benachbarte Filiale der Commerzbank in der Großen Straße 73, in der die Mitarbeiterin, Frau Puhl, bereit war, eine Reklamation einzuleiten. Gleichzeitig habe ich für den Vorgang eine Reklamation bei meiner damaligen Hausbank, der HypoVereinsbank, Filiale Potsdam, Dortustr. 67, Tel. 0331 28660, eingeleitet.

Dort ging daraufhin am 20.09.2015 eine offenkundig falsche Meldung der Deutschen Bank ein, der Betrag sei ordnungsgemäß ausgegeben worden. Mit einem beigefügten unvollständigen Protokoll des Vorgangs wurde ich damit ganz offen als Lügner dargestellt. Tatsache war, daß das Unterbleiben der Ausgabe des Betrages am Automaten auch wegen der eindeutig ausgegebenen oben genannten Bildschirmmitteilung nicht zu bezweifeln ist. Auch fehlte bei der Bearbeitung meiner Eingabe das für Geldautomaten typische Abzählgeräusch der Geldscheine vor ihrer Ausgabe, so daß mir die in der Mitteilung an die HypoVereinsbank angegebene Stückelung des Betrages suspekt erscheint. Desweiteren kann die Entnahme der Geldscheine durch Fremdpersonen mit Sicherheit ausgeschlossen werden, da meine Verweildauer im Automatenraum die Zeitspanne bis zum automatischen Wiedereinzug eventuell nicht entnommener Geldscheine bei weitem überschritten hatte. Zudem ist das an die HypoVereinsbank gesendete Protokoll des Buchungsvorganges, wie ich schon sagte, unvollständig. Es fehlen die Eintragungen über die Ausgabe oder die evtl. Rücknahme des Geldes in den Automaten bei Nichtentnahme. Das ist nicht geeignet, den Betrugsverdacht zu entkräften.

Ich wendete mich nun am 23.09.2014 an den Co-Vorsitzenden des Vorstandes der Deutschen Bank, Herrn Jürgen Fitschen, und führte Beschwerde über die bisherige Arbeitsweise der Mitarbeiter der Deutschen Bank in der Sache. Ich fügte auch eine eidesstattliche Erklärung an mit der Aussage, den Betrag nicht erhalten zu haben, verbunden dem ausdrücklichen Hinweis, daß ich mir über die Tragweite einer eidesstattlichen Erklärung im Klaren bin. Von Herrn Fitschen habe ich keine Antwort erhalten. Verständlich. Kurz danach stand er dann vor Gericht, und dort ging es um andere Beträge.

Am 26.09.2014 erhielt ich vom Kundenservice der Deutschen Bank in 04024 Leipzig, Frau Knispel, an die die obige Beschwerde weitergeleitet wurde, eine Auskunft mit Unterschrift und einer Telefonnummer sowie der Bitte um Geduld für eine erforderliche Bearbeitungszeit. Nachdem ich aber am 20.10 2014 (nach 4 Wochen!) noch immer keine weitere Antwort erhalten hatte, versuchte ich, mit Frau Knispel auf der im Schreiben angegebenen Telefonnummer Kontakt aufzunehmen. Dort erreichte ich jedoch nicht Frau Knispel, sondern Herrn Thomas Schreder, denselben Herrn Schreder, mit dem ich bereits Anfang August ergebnislos gesprochen hatte. Auch in diesem Gespräch war Herr Schreder nicht auskunftsfähig. Wer nun zuständig ist, an wen ich mich wenden kann, weiß Herr Schreder nicht. Er säße in Essen, mein Schreiben an Herrn Fitschen in Frankfurt am Main hat er nicht gesehen, wohin es geleitet wurde, weiß er nicht. Der Kundenservice befände sich in Leipzig, Frau Knispel kenne er nicht.

Wiederholt schrieb ich nun am 12.11.2014 Herrn Jürgen Fitschen an und bat um nochmalige Einflußnahme auf den bereits geschilderten Vorgang. Daraufhin bekam ich am 26.11.2014 von Frau Knispel ein Schreiben, das die Zurückweisung meiner Forderung nach Rückzahlung des rechtswidrig eingezogenen Betrages enthielt.

Ich erkenne aus dieser Verfahrensweise, daß die Verschleppungen, die Verschleierungen und das Hinhalten in der Angelegenheit beabsichtigt sind. Niemand ist verantwortlich, niemand ist zuständig, niemand ist für Auskünfte erreichbar. Es scheint ein Betrug vorzuliegen, der die Deutsche Bank keinesfalls zu weiterführenden Untersuchungen veranlassen darf, um so den Vorgang zu verdunkeln. Zur Wahrung des Gesichts nimmt man dort in Kauf, daß der Automatenbenutzer auf seinem Schaden sitzenbleibt, indem man auf das Problem nicht mehr zu reagieren beabsichtigt, wohl um das Bekanntwerden zu verhindern, daß ein Geldautomat fehlerhaft gearbeitet hat.

Da ich auf direkten Wege zur Deutschen Bank keine Klarheit erreichen konnte, wendete ich mich nun am 01.12.2014 an die Kundenbeschwerdestelle (Ombudsstelle) des Bundesverbandes deutscher Banken e. V., PF 040307, 10062 Berlin. Nach mehreren Rückfragen wurde meine Eingabe dort angenommen mit dem Hinweis, daß die Bearbeitung sehr lange dauern könne. Dies war verbunden mit der Bitte, zwischenzeitlich keine Anfragen zu stellen. Respektvoll folgte ich dieser Bitte. Am 13.04.2015 (nach mehr als 4 Monaten!) ging nun eine abschließende Entscheidung bei mir ein, in der mir vom Richter Ekkehard Bombe mitgeteilt wurde, die Beschwerde sei unzulässig, "...eine Schlichtung in der oben genannten Angelegenheit kommt daher nicht in Betracht", mit der Begründung, ich sei kein Kunde der Deutschen Bank (Hier der ganze Text).

Das bedeutet im Klartext, weil ich kein Kunde der Deutschen Bank bin, benutze ich deren Geldautomaten auf eigenes Risiko, im Schadens- oder Betrugsfall ist niemand bereit, die Verantwortung für die Automaten zu übernehmen. Der Betrug ist damit für rechtskräftig erklärt.

Ich halte diese richterliche Entscheidung für einen juristischen Skandal. Es wäre nun angezeigt, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen, die ich als eine klare Rechtsbeugung ansehe. Dabei entsteht jedoch für mich die Notwendigkeit der Kosten-Nutzen-Rechnung. Auch wenn ich vielleicht im Ergebnis den Betrag von 850.- € zurückerhalten sollte, wären mit hoher Sicherheit die Kosten des Rechtsstreites höher. Somit sehe ich die gesamte Angelegenheit als gescheitert an. Diese 850.- € sind, volkstümlich ausgedrückt, in den Sand gesetzt. Es bleibt mir nur noch zu versuchen, die Sache möglichst breit öffentlich zugänglich zu machen, um andere geneigte Benutzer der Geldautomaten der Deutschen Bank zu warnen. Dazu hatte ich die Angelegenheit der Bildzeitung zugeleitet, aber die wollte das auch nicht haben. Hat sie Angst vor der Deutschen Bank?

Für mich ergibt sich die Schlußfolgerung, niemals mehr einen Geldautomaten der Deutschen Bank zu bemühen und diese Auffassung mit meinen Möglichkeiten zu publizieren, um geneigte Verwender zu warnen.