bearbeitet: 05.10.2013     
ergänzt: 26.11.2013     

Die grundsätzlichen Fehler der gegenwärtigen theoretischen Physik

Es gibt in der gegenwärtigen theoretischen Physik drei kardinale Fehler, die sich im Laufe der Jahre in der Wissenschaft festgesetzt haben. Zur Zeit will niemand diese Fehler erkennen und sie aus der Physik entfernen. Mehr noch, zu ihrer Aufrechterhaltung werden immer neue spekulative Festlegungen getroffen, mit denen man die Diskrepanzen zwischen Theorie und Beobachtung aufzuheben versucht, ohne sich den Ursachen der Ungereimtheiten zu nähern. Aus diesen drei Fehlern entsteht eine alle Bereiche der theoretischen Physik umspannende Krise, die ein Vorankommen auf mehreren Forschungsebenen vollständig verhindert und eine Weiterentwicklung nahezu ausschließt. Insbesondere in der Kosmologie wird aufbauend auf diesen Fehlern eine seit langem unhaltbar gewordene Theorie mit immer neuen Zusatzfestlegungen zu erhalten versucht, weil die nachfolgend beschriebenen Fehler den Weg zu umfangreichen Spekulationen nicht versperren.

Fehler 1:
Es wird behauptet, die Materie des Universums sei aus Nichts entstanden. Das Universum habe einen Anfang gehabt, vor dem es nichts gegeben habe. Mit diesem Fehler wird der Urknall zur gesicherten Erkenntnis erklärt, und alle weiteren Forschungen verwenden ihn axiomatisch als Grundansatz. Alle Forschungen zu den Fragen der Bewegung der kosmischen Materie stehen damit auf einer falschen Ausgangsprämisse und fußen primär auf einem Irrtum. Dadurch werden weitere Fehler erzeugt: Wenn das Universum aus einer Singularität heraus entstanden sein soll, so muß es logischerweise expandieren, sonst bliebe es ja in einem Punkt. So sieht man wegen der falschen Grundannahme eines Urknalls auch die Expansion als bewiesen an. Jedoch ist im Falle dieser beiden Grundannahmen die energetische Bilanz des Universums nicht erklärbar, es fehlen 75% der dafür erforderlichen Energie. Trotz dieser gravierenden Unstimmigkeit fragt man nicht nach der Richtigkeit der Urknallhypothese, sondern ordnet die fehlenden 75% der Energiebilanz der sogenannten "dunklen Energie" zu, die man völlig spekulativ eingesetzt und auf der Basis der falschen Ausgangsannahmen berechnet hat. Niemand weiß, was "dunkle Energie" ist oder was sie sein könnte. Sie ist nicht nachweisbar, und es wird auch ein Nachweis nicht möglich sein. Der Grund ist trivial: Sie existiert nicht. Diese Fehlhaltung hat nicht nur Auswirkungen auf die Kosmologie. In ganz anderer Richtung werden mit ihr nachhaltig auch alle Versuche genährt, funktionierende Gebilde des Perpetuum Mobiles zu erfinden. Schließlich wird ja die Möglichkeit, Energie aus Nichts erzeugen zu können, "wissenschaftlich" nicht in Zweifel gezogen. Tatsache ist, daß diese Grundauffassung sowohl theoretisch als auch praktisch falsch ist, Materie - das ist Masse und Energie - kann nicht entstehen und nicht verschwinden, sonst müßte der Energieerhaltungssatz widerlegbar sein, was zuverlässig als unmöglich bewiesen ist.

Fehler 2:
Es wird behauptet, Energie gehöre nicht zur Materie. Die Energie wird aus der Materie herausgelöst und ihr gegenübergestellt. In der freien Enzyklopädie Wikipedia ist explizit nachzulesen: "Elektromagnetische Wellen, wie zum Beispiel Licht, werden nicht zur Materie gezählt". Eine Erklärung hierzu. Mit dieser falschen Materiedefinition wird die Äquivalenz von Masse und Energie bestritten. Materie wird auf Masse reduziert. Wenn aber Energie keine Materie sein soll, was ist sie dann? Niemand antwortet auf diese Frage. Wiederum ist der Grund trivial: Es gibt keine Antwort. Die Loslösung der Energie von der Materie wird als Axiom behandelt, heißt, als Festlegung, die keines Beweises bedarf. Mit der Zulassung dieses Fehlers kann man nun aber nach Belieben Energie in Masse "umwandeln" und zurück: Energie entsteht, dabei verschwindet Masse und umgekehrt. Ein solcher Vorgang ist mit dem Energieerhaltungssatz unvereinbar. Einen zugrundeliegenden physikalischen Vorgang gibt es nicht. Tatsache ist, daß Masse und Energie zwei Darstellungsweisen ein und derselben Kategorie sind: Der Materie. E = m * c2 bedeutet, daß Energie dort ist, wo Masse ist und umgekehrt. Ohne Masse existiert keine Energie (0 = 0 * c2) oder anders ausgedrückt: Das Verhältnis von Energie zu Masse ist konstant (E/m = c2). Hierin ist die Vakuumlichtgeschwindigkeit c keine Geschwindigkeit im kinematischen Sinne, sie ist die Naturkonstante, die den Zusammenhang von Masse und Energie definiert, ein Proportionalitätsfaktor für die zwei Erscheinungsformen der Materie. Wäre die Lichtgeschwindigkeit keine Konstante, so müßte für sie das Kumulativgesetz gelten, heißt, es müßte ein c1 = c + v mit v > 0 geben, mit dem c1> c wäre. Das ist falsch, dies ist vielmals experimentell bestätigt. Warum aber c eine Konstante ist, ist ungeklärt. Die Frage danach wird nirgends erörtert.

Fehler 3:
Es wird behauptet, Raum und Zeit könnten unabhängig von der Materie "existieren". Die nichtmateriellen Konzepte Raum und Zeit werden als eigenständige materielle Objekte angesehen und damit falsch interpretiert. Man ordnet ihnen Eigenschaften zu, eine Deklaration, die für nichtmaterielle Konzepte keinen physikalischen Sinn hat. Dieser Fehler erlaubt, den Raum zu krümmen oder die Zeit zu dehnen. Dies sind jedoch keine realen physikalischen Vorgänge, es sind mathematische Methoden, mit denen materielle Abläufe berechenbar werden. Ohne solche Abstraktionen gestalten sich Berechnungen als äußerst schwierig oder gar nicht durchführbar. Oder aber wir sehen in den Abstraktionen rein didaktische Modelle zur bildlichen Veranschaulichung, verwendbar mit notwendigen Einschränkungen wegen des fehlenden physikalischen Hintergrundes. Der Grundfehler der materiellen Verselbständigung des Raumes und der Zeit (man spricht auch von der Raumzeit) erlaubt, die Konzepte als unabhängig von der Materie existierend anzusehen. So gelangen einige theoretische Physiker zu der Behauptung, Raum und Zeit hätten eine endliche, begrenzte "Existenz". Tatsache ist, die Konzepte Raum und Zeit haben keine "Existenz", keine Eigenschaften, sie sind keine materiellen Objekte, die man dehnen, stauchen, krümmen, beschleunigen, verzögern, begrenzen, vergrößern, verkleinern oder etwa drehen könnte. Raum und Zeit sind Methoden zur Beschreibung der Materie. Ohne Betrachtung materieller Objekte haben die Kategorien Raum und Zeit keinen definierbaren Inhalt. Die Verwendung des Begriffes "existieren" auf Raum und Zeit ist sinnwidrig.

Schlußfolgerungen

Mit diesen Fehlern in der theoretischen Physik sind viele Vorgänge der materiellen Welt nicht beschreibbar und nicht erforschbar. Berechnungseregebnisse solcher Vorgänge sind falsch, weil die Ausgangsangaben falsch sind. Stets sind die Beobachtungsergebnisse und die fehlerhaften theoretischen Darstellungen im Grundsatz verschieden. Die Versuche zur Aufhebung der Diskrepanzen führen jedoch bedauerlicherweise nicht zum Überprüfen der Richtigkeit der Theorie, sondern zur spekulativen Einführung zusätzlicher Bedingungen und Theoreme und somit zu immer weiterreichenden Fehlern, mit denen sich die Krise der Physik weiter vertiefen wird. Zu ihrer Behebung muß in erster Instanz grundsätzlich anerkannt werden, daß die Materie weder entsteht noch verschwindet, sie existiert. Für ihre Existenz gibt es weder einen Anfang noch wird es ein Ende geben. Materie ist die ewige absolute Realität. Erklärungen für ihre "Entstehung" sind ausschließlich religiösen Ursprungs, sie entsprechen der katholischen Schöpfungsidee, Gott habe die Welt erschaffen. In der Physik sind solche Darstellungen nicht verwendbar, sie sind unvereinbar mit theoretisch und praktisch eindeutig nachgewiesenen Gesetzmäßigkeiten. Zur Überwindung der Krise ist es deshalb zwingend, religiöse Vorstellungen aus der Physik zu entfernen. Diese Forderung besteht auch unter der eindeutigen und uneingeschränkten Anerkennung der Tatsache, daß Religionen in der heutigen menschlichen Gesellschaft eine bedeutende Rolle spielen und allgemein akzeptiert sind. Für die Physik jedoch sind sie unbrauchbar. Physik und Religion sind zwei konträre Kategorien der Erklärung der materiellen Welt. Die Herbeiführung der Übereinstimmung beider Kategorien ist unmöglich. Die Entscheidung, welche der beiden Kategorien die richtige ist, muß jeder Einzelne für sich selbst treffen, man kann einen Glauben oder eine Überzeugung nicht administrieren, nicht vorschreiben, man kann nur argumentieren. Ein Physiker aber, der die Schöpfungslehre auf die Physik anwendet, wird unweigerlich an die Grenzen seiner Tätigkeit gelangen, an denen seine Weiterentwicklung endet.

Die als bewiesen betrachtete Expansion des Universums erfährt in der Gegenwart eine zusätzliche Fehldeutung. Durch die einseitige Betrachtung der elektromagnetischen Energie als Schwingung gelangt man zu der Behauptung, die festgestellten Rotverschiebungen in den Spektren der kosmischen Strahlungen, die mit zunehmender Entfernung größer werden, seien ausschließlich mit dem Dopplereffekt erklärbar. So gelangt man zu dem Fehlschluß, kosmische Objekte entfernten sich mit zunehmender Beobachtungsdistanz schneller, woraus man fälschlicherweise die beschleunigte Expansion des Universums postuliert. Diese Erklärung ist aber wegen der komplexen Natur der elektromagnetischen Energie nicht haltbar. Rotverschiebungen deuten nicht ausschließlich auf Bewegungsverschiebungen hin, sondern vordergründig auf Energieverluste. Zur Erklärung der Rotverschiebungen gibt es andere Einflüsse auf die Spektren der Strahlungen, die die Energieverluste auf den Durchquerungswegen im Universum hervorrufen. Diese Erklärungen werden jedoch in der heutigen theoretischen Physik ignoriert, ihre Erforschung wird nicht betrieben. Tatsache ist, daß die beschleunigte Expansion des Universums wie auch die Expansion im Allgemeinen nicht als bewiesen angesehen werden kann. Nicht berücksichtigt ist in dieser Erörterung der Umstand, daß in der Erklärung mit dem Dopplereffekt ein eklatanter logischer Fehler enthalten ist. Die uns erreichenden Spektralinformationen weiter entfernter Objekte sind älter als die von näheren Objekten. Das heißt, die früheren, also die älteren Objekte würden sich nach dieser Erklärung schneller von uns entfernen als die zeitlich näher befindlichen. Dies aber führt zur entgegengesetzten Aussage der beschleunigten Expansion: Je früher, desto schneller, je später, desto langsamer. Die Expansion wäre somit nicht beschleunigt, sondern verzögert. So befinden wir uns in einem logischen Dilemma, da wir nicht wissen können, wie sich die weiter entfernten Objekte heute bewegen. Das zwingt dazu, die Dopplererklärung fallen zu lassen und sich in der Erforschung den Energieverlusterklärungen zuzuwenden.

Aus dem Fehler 3 ergibt sich auch die Darstellung einer Kraft als materiell eigenständiges Objekt. Eine Kraft - zum Beispiel die Gravitation - so sagt man, breite sich im Raum mit der Vakuumlichtgeschwindigkeit c aus. Das ist physikalisch Unsinn. Gravitation ist kein materielles Objekt, sie bedarf keiner Ausbreitung. Die Verwendung des Begriffes "Ausbreitung" auf die Gravitation ist ohne Inhalt. Das ist etwa analog, als würde man zum Beispiel fragen, "wie viele Meter Länge hat eine Idee?", oder "wie lange dauert ein Kilogramm?", oder "wie schwer ist die Entfernung zum Mond?". Eine Kraft selbst hat keine eigene Bewegung, sie bewegt materielle Objekte. Die Gravitation selbst "bewegt" sich nicht, aber sie bewegt kosmische (materielle) Objekte. Gravitation ist eine Eigenschaft der Masse. Die Ursache dieser Eigenschaft ist unbekannt, weil niemand diese Frage stellt. Die Forschung zu diesem Thema befindet sich in einer Sackgasse. Es wäre eine Aufgabe der Teilchenphysik, nach dieser Ursache zu forschen. Das unterbleibt jedoch. Statt dessen sucht man nach sogenannten "Gravitationswellen". Der Begriff ist in sich selbst sinnwidrig. "Gravitationswellen", die sich ausbreiten müßten, wären eine wie auch immer zu bezeichnende Strahlung, mithin eine Energie, also Materie. Gravitation aber ist eine Kraft - keine Materie, sondern eine Wechselwirkung zwischen materiellen Objekten.

Weil in dieser Frage so grundsätzliche Auffassungsirrtümer bestehen, will ich noch einige Überlegungen anfügen. Nehmen wir unsinnigerweise einmal an, die Gravitation breite sich mit der Lichtgeschwindigkeit c aus. Betrachten wir unter dieser Annahme die Gravitation zwischen Sonne und Erde, das heißt, die Kraft, mit der die Erde gegen die Zentrifugalkraft der Orbitalbewegung in ihrer Bahn gehalten wird. Bewegt sich nun die Erde um den differentialen Betrag ds auf dem Orbit, so muß die Gravitation dieser Änderung folgen, das heißt, die Richtung des Gravitationsvektors muß sich ändern. Unter unserer obigen Annahme würde dies jedoch nicht sofort erfolgen, sondern wegen des Radius der Erdumlaufbahn von rund R = 1,5*108 km erst nach
R/c = 1,5*108 km / 3*105 km/s = 500 s = 8,33 min = 8 min 20 s.
Was aber geschähe vor dem Ablauf dieser Zeit? Gäbe es keine Gravitation? Oder eine andere Gravitation? Was geschähe mit der Erde in der Zeit vor dem Wirksamwerden der geänderten Gravitation? Würde sie allmählich den Orbit verlassen, weil bei jeder Änderung der Bahnkoordinate um die Größe ds für rund 8 Minuten keine Gravitation vorhanden wäre? Die Keplerschen Gesetze wären mit dieser Annahme falsch, das Newtonsche Gravitationsgesetz auch. Man kann hier bereits erkennen, daß die Fragestellung nach einer Abhängigkeit der Gravitation von der Zeit keinen Sinn hat. Es gibt keinen "zeitlichen Ablauf" der Gravitation, es gibt nur einen zeitlichen Ablauf der gravitierenden Massen. Das heißt, es gibt die Bewegung der Materie, nicht jedoch die Bewegung ihrer Eigenschaften. Man kann dieses Dilemma nur aufheben, indem man anerkennt, daß der Begriff "Ausbreitung" auf die Gravitation nicht zutrifft, nicht angewendet werden kann. Das ist letztendlich auch logisch, weil sich nur materielle Objekte bewegen, also ausbreiten können. Gravitation aber ist kein materielles Objekt, sie ist überhaupt kein "Objekt", sie ist eine Kraft, also immateriell. Es gibt zu diesem Thema eine sehr bedeutsame Arbeit des brasilianischen Physikers Andrè Koch Torres Assis, Universität Campinas, Sao Paulo, in der er zur Frage der vermeintlichen "Ausbreitung" der Gravitation theoretische Überlegungen angestellt hat. In dieser Arbeit gibt er wesentliche Argumente, die für die zeitlich unverzögerte Fernwirkung zwischen materiellen Objekten mit Kräften und Feldern sprechen. Die Arbeit ist hier zu erreichen.

Wie bewegt sich die kosmische Materie?

Ich betrachte die Bewegung der kosmischen Materie auf eine plausible, eine natürliche Art. Durch die logische Überwindung des Fehlers 1 gelange ich, wie nachfolgend beschrieben, durch Analyse und daraus folgende Synthese schlüssig zum Rotationsmodell des Universums:

Bei einer Expansion des Universums nach einem Urknall, also aus einer Singularität heraus mit der Ausdehnung Null, gäbe es ausschließlich radiale Kräfte. Diese Feststellung ist elementar, sie folgt aus der Definition. Es wäre also keine Kraft ableitbar, die ein kosmisches Objekt in Rotation versetzen könnte. Alle kosmischen Objekte würden sich in diesem angenommenen Falle ausschließlich longitudinal bewegen können. Tatsache ist aber, daß im Universum noch kein Objekt gefunden worden ist, das nicht rotiert. Es ist auch nicht zu erwarten, daß solche Objekte gefunden werden können. Woher kommt die auslösende Kraft für die Rotation aller Objekte? Diese Frage ist mit der Urknallhypothese nicht zu beantworten, denn bei radialer Expansion nach einem Urknall gibt es keine Kraft, die das bewerkstelligen könnte. Daraus entstehen weitere Fragen. Alles rotiert, nur das Universum nicht? Dies wäre ein logisches Paradoxon. Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Weil aber alle Objekte rotieren, muß zwingend davon ausgegangen werden, daß auch das Universum rotiert. Nun rotiert es jedoch nicht als "ganzes". Den Begriff "ganzes Universum", kann man nicht definieren. Es gibt kein "ganzes Universum". Das Universum ist im Raum unendlich. Eine "ganze" Unendlichkeit aber gibt es nicht, sonst müßte es noch eine andere Unendlichkeit geben. Das aber ist logisch widersinnig. Nebenbei bemerkt ist aus diesem Grunde auch widersinnig, von "vielen parallelen Universen" zu sprechen. Nicht wenige Kosmologen denken in diese Richtung. An der Unendlichkeit des Universums aber scheitert die Urknallhypothese, denn wenn es kein "ganzes Universum" gibt, kann auch kein "ganzes Universum" in einer Singularität vereint gewesen sein, denn dies wäre gleichbedeutend mit einem endlichen Universum, das einen absolut ruhenden Nullpunkt hat. Daß es dies nicht gibt, ist hinreichend durch Beobachtungen bewiesen. Deshalb gibt es keine zentrale Rotationsachse für das "ganze Universum". Es offenbaren sich also unendlich viele chaotische Rotationen in beliebigen großen und kleinen Bereichen, die einander durchdringen, sich überlagern, gegenseitig beeinflussen und sich ständig ändern. Alle Materie ist in ständiger, ewiger Rotation. In diesen rotierenden Teilbereichen führen nun beliebige longitudinale Bewegungen kosmischer Objekte zu Corioliskräften, mit denen sie in Rotation versetzt werden. Ganz analog zur Entstehung der Rotationen der Hoch- und Tiefdruckgebiete auf der Erde. Rotation ist also eine Bewegungsform, die überall im Universum vorhanden ist, mehr noch, ohne Rotation könnte die kosmische Materie gar nicht existieren, weil sie unausweichlich in einem Gravitationskollaps enden würde. Diese allgemeine, chaotische, überall ablaufende, ewige Rotation ist das Hauptcharakteristikum aller Bewegungen der kosmischen Materie. Daraus folgt logisch zwingend, daß die Materie nicht entstanden oder geschaffen worden ist, daß ihre Bewegung also nicht aus einem Punkt heraus "begonnen" haben kann, sondern sie existiert in unendlicher Ausdehnung im Raum und ewig in der Zeit. Sie hat keinen Anfang gehabt und sie wird kein Ende haben. Alle Vorstellungen über einen Urknall am Anfang und einen "Big Crunch" oder einen "Big Rip" am Ende oder auch einen "Big Chill" oder "Big Freeze" müssen in den Bereich realitätsfremder Hirngespinste verwiesen werden. Das sogenannte Standardmodell der Kosmologie ist falsch.

Diese allgemeine chaotische Rotation erzeugt eine allgemeine Zentrifugation. Überall im Kosmos gibt es deshalb Zentrifugalkräfte, die sowohl die kosmischen Objekte als auch die rotierenden kosmischen Regionen und Bereiche in einem dynamischen Gleichgewicht halten, weil sie der Gravitation entgegengerichtet sind. Gravitation und Zentrifugation sind die Hauptkräfte, mit denen die Bewegung der kosmischen Materie im Raum zu erklären ist. Hinzu kommen die elektromagnetischen Kräfte, deren Einflüsse in diese allgemeine Rotationsbewegung einbezogen werden müssen. Alles im Universum bewegt sich wie eine Art Wolkengebilde mit chaotischen Bewegungsparametern, die wegen der allumfassenden Rotation und der allgemeinen Zentrifugation regionale Expansionen und Kontraktionen, sich ändernde Bahnverläufe und gegenseitiges Durchdringen von Materieanhäufungen beinhalten, und die auch Kollisionen von Objekten nicht ausschließen.

Die allgemeine Zentrifugation ist die Kraft, die man gegenwärtig in der dunklen Energie zu finden glaubt. Die dunkle Energie ist eingeführt worden, weil bei den ausschließlich radialen Kräften infolge eines Urknalls keine zur Expansion und auch keine zur Rotation führenden Kräfte vorhanden sein könnten. Zum anderen kann auch die Energiebilanz abgegrenzter Bereiche des Universums nicht mit der Urknallhypothese erklärt und berechnet werden. Die baryonische Materie reicht nicht aus, um die Expansion oder auch die beschleunigte Expansion zeigen zu können. So hat man noch die "dunkle Materie" eingeführt, aber wiederum mit dem Fehler der Trennung von Energie und Materie. Geht man aber von einer allgemeinen chaotischen Rotation des Universums aus, so sieht man auf natürliche Weise die der Gravitation entgegengerichtete Kraft: Es ist die allgemeine Zentrifugation. Mystisch herbeigeredete "dunkle Energie" oder "dunkle Materie" ist zur Erklärung der Materiebewegung im Universum nicht erforderlich, denn die für das Ausschließen eines kosmischen Kollapses zwingend notwendigen, der Gravitation entgegengerichteten Kräfte sind natürlicher Art. Das ruft bei logischem Nachdenken keinerlei Verwunderung hervor.

Ein sehr schwaches Argument zur Begründung der Urknallhypothese ist die sogenannte kosmische Hintergrundstrahlung, die als eine Art "Echo" der "Entstehung" des Universums deklariert wird, oder, wie man sagt, als "Nachleuchten des Urknalls". Damit soll erklärt werden, daß das Universum in seiner "Anfangsphase" strahlungsundurchlässig gewesen sein soll und erst später die Ausbreitung der Strahlung möglich wurde. Mit dieser Deutung werden Bibelzitate in die Physik übernommen und für pseudowissenschaftliche Erklärungen verwendet - Gott sprach, es werde Licht, und so ward Licht. Dies entspricht in keiner Weise den Bewegungskriterien der Materie. Bewegung der kosmischen Materie bedeutet nicht nur Ortsveränderung in der Zeit, sie schließt auch alle Strukturveränderungen der Materie ein, das heißt, die Veränderungen des atomaren Aufbaus, die Veränderungen und Umwandlungen der Teilchen und die Ausbreitung von Materie durch Strahlung. Diese Materiebewegung vollzieht sich genauso wie die räumlichen Bewegungen in der Zeit ebenfalls unendlich im Raum und ewig in der Zeit. Die sogenannte kosmische Hintergrundstrahlung ist damit die ständige, alle strukturellen Materieveränderungen begleitende Strahlung, die immer und überall und in allen Richtungen im Universum vorhanden ist. Sie ist kein Phänomen einer hypothetischen "Frühphase" des Universums, die es nicht gegeben hat. Der Begriff "Hintergrund"strahlung ist in sich selbst fehlerhaft und irreführend.

Schlußbemerkungen:

Die theoretische Physik der Gegenwart und die Kosmologie, die auf ihrer Grundlage fußt und die Erkenntnisse verwendet, bedarf einer Veränderung. Mit der Fortsetzung der heutigen Gegebenheiten und der nachhaltigen Ablehnung anderer Auffassungen verlieren Physik und Kosmologie immer mehr den Status einer Wissenschaft. Viele Hundert weltweit anerkannter Wissenschaftler haben das erkannt, werden aber von den etablierten Gremien und Strukturen nicht zugelassen und aus der wissenschaftlichen Diskussion ausgegrenzt. Oftmals werden konträre Meinungen unverhüllt als Verschwörung angesehen, als Angriff auf die Wissenschaft bewertet. Eine ernsthafte Prüfung anderer Auffassungen wird unterlassen. Die Weiterentwicklung der Wissenschaft wird auf diese Weise versperrt. Der Zeitpunkt für ein Umdenken und für ein Aufbrechen solcher erstarrter Haltungen ist längst überfällig. Am 22. Mai 2004 haben 34 namhafte Wissenschaftler der Welt einen offenen Brief an die Wissenschaftsgemeinschaft veröffentlicht, der von über 500 Wissenschaftlern der Welt nachunterzeichnet wurde. Der Brief beklagt den gegenwärtigen Zustand und erhebt die Forderung zur Bereitstellung von Forschungsmitteln auch für andere als die heute offiziellen Auffassungen. Geschehen ist jedoch gar nichts. Noch immer werden Millionen an Forschungsmitteln für die Arbeit an pseudowissenschaftlichen Denkstrukturen bereitgestellt, und andere Forschungsansätze können wegen des Fehlens finanzieller Ressourcen nicht realisiert werden. Es erhebt sich die Frage, wie lange dieser Führungsstil in der Wissenschaft noch aufrechterhalten werden wird.